Beschneiungsteich: Verträge sind in trockenen Tüchern

Das Vorder-Ötztaler Skigebiet in Hochoetz soll noch schneesicherer gemacht werden. Die Grundfragen sind bereits geklärt.

Von Bernhard Stecher

Hochoetz –In eine Senke­ zwischen dem Hoch­oetzer Bergrestaurant und dem „Roten­ Wandl“ soll ein Speicher­teich platziert werden. Ein vergleichsweise kleiner, umfasst der Speicherinhalt doch gerade­ einmal 50.000 Kubikmeter. Das künstliche Gewässer­ hätte demnach im Sölder „Panorama“-Stausee am Tiefenbachgletscher neunmal Platz. Trotzdem braucht es auch für dieses Bauvorhaben Grund und Boden­.

Rund 16.500 Quadratmeter­ sind es, die für den Oetzer­ Speicherteich benötigt werden. Grob die Hälfte davon entfällt auf die zukünftige Wasserfläche, der Rest auf Böschungen, Wege und Nebenanlagen. 4000 Quadratmeter befinden sich auf Gemeinde­areal, der Rest auf jenem der Agrargemeinschaft Oetzerau. Mit beiden Parteien­ – Gemeinde und Agrargemein­schaft – wurden seitens der Liftgesellschaft bereits Dienstbarkeitsverträge abgeschlossen. Jener mit der agrarischen Vereinigung musste vor Kurzem den Gemeinderat passieren.

Über die Notwendigkeit der Errichtung und die Details der vertraglichen Abmachung gab es im Oetzer Kommunalparla­ment­ keinerlei Diskussion – der auf „unbestimmte Zeit“ laufende Pachtvertrag wurde einstimmig abgesegnet­.

Bürgermeister Hansjörg Falkner nahm die Abstimmung zum Anlass, um auf die „mittlerweile wieder guten Beziehungen zur Oetzerauer­ Agrargemeinschaft“ hinzuweisen. Man habe „sich vernünftig angenähert“, und somit habe sich auch das Gesprächsklima „wesentlich gebessert“, meinte das Oetzer Dorfoberhaupt. Nun wolle man „Dinge abarbeiten und über die Zukunft reden“.

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Agrarobmann und Gemeinderat Michael Nagele bestätigte die neue Harmonie­ und auch den Vorsatz, „etwas weiterzubringen“. So wolle­ man etwa gemeinsam die zwei noch nicht unterfertigten­ Jahres­abschlüsse „abarbeiten“. Auf den Einwurf von Gemeinderat Josef Brugger, dass man damit womöglich Gerichtshofentscheiden vorgreife, antwortete Nagele, dass man strittige Belange bei den Gesprächen mit Sicherheit ausklammern werde.


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