Generalkur für 100 Jahre alte Orgel

Das romantische Klangbild der Rieder Orgel bleibt erhalten. Am Marienfesttag ertönt die Königin der Instrumente wieder.

Von Walter Zwicknagl

Ried i. Z. –Ende Jänner erklang die Orgel in der Pfarrkirche Ried im Zillertal zum letzten Mal. Dann waren die Orgelbauer am Werk, um die notwendigen Renovierungsarbeiten zu starten. Denn genau 100 Jahre alt ist die Orgel, die einst in Feldkirch gefertigt wurde. Und Orgelbaumeister Christian Erler aus Schlitters weiß um die Rieder Orgel mit 1152 Metall- und Holzpfeifen genau Bescheid – ist er doch seit 28 Jahren dort als Organist tätig. „Ehe es ans Arbeiten ging, haben wir Besuch vom Bundesdenkmalamt und der diözesanen Beratungsstelle für Orgelfragen bekommen“, erzählt Pfarrer Erwin Gerst. An eine neue Orgel war aus Kostengründen und aus der Sicht des Denkmalamtes nicht zu denken. 110.000 Euro kostete nun die Generalsanierung. Und der Pfarrer freut sich schon auf den Festgottesdienst am Mittwoch, dem Mariä Himmelfahrtstag, um 19.30 Uhr. Da soll die Königin der Instrumente wieder erklingen und auch gesegnet werden. Am Spieltisch sitzt Chorleiter und Organist Josef Weiß als gelernter Orgelbauer. „Die Besonderheit dieser Orgel mit pneumatischem Register und Tonsteuerung liegt im romantischen Klangbild“, erklärt Fachmann Christian Erler, der sich mit etlichen Vorgaben des Denkmalamtes beschäftigen musste.


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