Kompakte Geheimwaffe

Seit zwei Jahren wildert Mitsubishi mit seinem Kompakt-SUV namens ASX im Revier von Nissan Qashqai und Co. Warum sich der ASX so großer Beliebtheit erfreut, zeigt unser Test.

Innsbruck – Das Segment der Kompakt-SUV ist eines der wenigen, das im Automobilmarkt noch Zuwächse verspricht. Trotzdem hat man sich bei Mitsubishi relativ spät dazu entschieden, mit dem ASX auch einen Crossover auf die Straßen loszulassen. Erst vor zwei Jahren präsentierte man den Grenzgänger auf dem Genfer Autosalon seinen Interessenten. Seither steht der ASX bei den Kunden aber hoch im Kurs. Wir haben uns angesehen, was den Nachzügler eigentlich so interessant macht.

Außen wirkt unser ASX (Active Smart Crossover) irgendwie wie ein geschrumpfter Outlander. Kein Wunder – steht er ja auf derselben Basis und teilt sich insgesamt 70 Prozent der Komponenten mit seinem großen Bruder. Das macht sich auch positiv im Portemonnaie der Kunden bemerkbar.

Der weit aufgerissene Jet-Fighter-Grill ist ebenfalls schon von anderen Modellen bekannt. Dieser wird von den nach hinten auslaufenden Scheinwerfern flankiert, die dem ASX, in Kombination mit den ausgestellten Radläufen, ein wuchtiges Aussehen verleihen. Der Auftritt stimmt also schon einmal. Im Gegensatz zum äußeren Erscheinungsbild ist der Innenraum unseres Grenzgängers schlicht: Die Armaturen sind einfach abzulesen und problemlos bedienbar. Auch die Verarbeitung macht einen guten Eindruck, wenngleich Kunststoff das Cockpit dominiert.

Hinter der wuchtigen Nase arbeitet ein 150 PS starker 1,8 Liter großer Turbo-Selbstzünder. Wir konnten zwar unter 2000 Touren eine kleine Turboschwäche feststellen, ist diese allerdings überwunden, sorgen die 300 Nm Drehmoment für eine überzeugende Längsdynamik. Der ASX hängt dann munter am Gas und lässt sich auch von hohen Drehzahlen nicht abschrecken.

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Bei flotteren Kurvenfahrten zeigt er uns aber, wie viel SUV wirklich in ihm steckt. Mit deutlichen Wankbewegungen lenkt der ASX in die Kurven ein und neigt dazu, über die Vorderachse nach außen zu schieben. Er ist also doch eher ein komfortabler Reisebegleiter als agiler Sportler. Äußerst positiv überrascht waren wir vom Verbrauch unseres ASX: 5,8 Liter bescheinigte uns der Bordcomputer im 14-tägigen Test. Schaltpunkt-Anzeige und Start-Stopp-Automatik haben uns allerdings beim Sparen geholfen. Für uns ist der ASX ein wahrer Alleskönner: ein Wiesel in der Stadt mit überzeugenden Klettereigenschaften und echten Reisequalitäten. Das alles bekommt man schon für 32.800 Euro inklusive Intense-Ausstattung, die ohnehin keine Wünsche mehr offenlässt. (luc)


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