Schröcksnadel: Tauziehen um Hochkar

Masseverwalter ist Schröcksnadels Angebot für das Pleite-Skigebiet Hochkar viel zu gering. Laut Gutachten ist es 9 Mio. Euro wert.

Von Max Strozzi

Innsbruck, Hochkar –Wie berichtet, will die Schröcksnadel-Gruppe (Vereinigte Bergbahnen) gemeinsam mit der Niederösterreichischen Bergbahnen-Beteiligungsgesellschaft (BBG) das niederösterreichische Skigebiet Hochkar übernehmen, das mit 10 Mio. Euro Schulden in die Pleite geschlittert ist.

Zu diesem Zweck haben die Schröcksnadel-Gruppe und die BBG jetzt auch eine gemeinsame Gesellschaft gegründet, nämlich die Hochkar Bergbahnen GmbH. Das Angebot, das Schröcksnadel und BBG für das Skigebiet gelegt haben, überzeugt den Masseverwalter Christian Kies allerdings nicht. „Das Angebot liegt massiv unter der Bewertung, die die Gutachten ergeben haben, und die sind ohnehin bereits abgemindert“, sagt Kies.

Seit dem Wochenende sind die Gutachten fertig. Demnach wird das Skigebiet samt Liften, Beschneiungsanlagen, Pistengeräten, Häusern, Einrichtung etc. mit rund 9 Mio. bewertet. Gerüchten zufolge soll Schröcksnadel nur knapp ein Drittel davon geboten haben.

Bei der heutigen Tagsatzung sei laut Masseverwalter nichts Dramatisches zu erwarten. Nachdem die Gutachten da sind, müsse zunächst eine 14-Tage-Frist verstreichen, ehe ein Verkauf angedacht werden kann. „Derzeit gibt es ein konkretes Angebot und zwei, drei weitere Interessenten“, schildert Kies. Diesen Interessenten müsse man angesichts der nun vorliegenden Gutachten Zeit geben, um etwaige Angebote zu legen. Das könne noch etliche Wochen dauern. „Wir hoffen auf ein faires Angebot“, appelliert Kies: „Die zweite Möglichkeit wäre sonst auch Zerschlagung, wenn dadurch höhere Werte erzielbar sind.“ Das primäre Interesse liege aber darin, das Skigebiet als Ganzes zu verkaufen, und zwar noch vor dem kommenden Winter.

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Markus Schröcksnadel, Geschäftsführer der Vereinigten Bergbahnen, war gestern nicht erreichbar.


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