Möbel „made in Austria“ im In- und Ausland gefragt

Österreichs Möbelindustrie punktet am Weltmarkt mit individueller Handwerksqualität, Service und Nachhaltigkeit.

Wien – Auf den ersten Blick scheint die Lage nicht so rosig: Langsam wachsende Inlandsmärkte, steigender Importdruck, Verlust von Anteilen an der globalen Möbelproduktion – die europäische Möbelindustrie liefert sich einen harten Konkurrenzkampf im internationalen Wettbewerb. Und doch behauptet sie ihre starke weltweite Stellung. Mit Qualität, Leistung und Know-how. Anteil daran hat auch die österreichische Möbelindustrie, die mit Möbeln „made in Austria“ ihr nationales und internationales Ansehen weiter steigern kann.

„Als österreichische Möbelhersteller können wir nur dann gegen die anderen Global Player antreten, wenn wir unsere Trümpfe selbstbewusst ausspielen: hochwertige Produkte mit innovativer Technik, aufmerksamkeitsstarkes Design und eine Qualitätsfertigung“, erklärt Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie. Der Erfolg zeigt sich in der kontinuierlichen Nachfrage im In- und Ausland. „Allerdings ist die Wirtschaftslage in der Branche weiterhin durchwachsen, mit etwas schwierigeren Bedingungen als im letzten Jahr“, stellt Emprechtinger fest. „Dennoch darf man zuversichtlich sein, die Auftragslage ist zufriedenstellend.“ In diese Richtung weist auch die aktuelle Wifo-Konjunkturerhebung Juli 2012, wonach die Auftragslage (im ersten Quartal) in der Gesamtheit wie auch die Auslandsauftragslage als gut bewertet werden.

Laut Konjunkturtest konnte die Möbelproduktion gesteigert werden. „Die aktuellen Wirtschaftsdaten zeigen, dass wir auch in einem erschwerten Marktumfeld gut aufgestellt sind. Ein Grund dafür ist u. a. die Kombination von modernster Maschinentechnik und unserer langen Handwerkstradition“, betont der Verbandsvorsitzende. „Österreichische Produkte begeistern weltweit, weil wir keine Möbel von der Stange produzieren. Diesen Trend zur Individualisierung stützen wir mit Zuverlässigkeit, Service und Liefertreue. Und dass wir beim Thema Nachhaltigkeit gefragt sind, liegt nahe. Als ein Land, das reich an natürlichen Rohstoffen ist, besitzen wir Österreicher ein Gespür für ökologisch wertvolle Materialien. Sie zu verarbeiten und zu veredeln, ist auch eine unserer Stärken.“ (OTS)


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