Siegreicher Frührentner: Pension weg

Nach dem Sieg bei einem Kickbox-Wettkampf muss ein Tiroler Frühpensionist jetzt wieder arbeiten.

Von Thomas Hörmann

Innsbruck –Sieg im Boxring, Niederlage vor Gericht: Nach einem erfolgreichen Wettkampf als Kickboxer musste ein Tiroler Frühpensionist wieder ins Berufsleben einsteigen. Nicht ganz freiwillig – die Pensionsversicherungsanstalt hat das Rentnerdasein nach einer Untersuchung beendet. Der Versuch des Invaliditätspensionisten, die Entscheidung vor Gericht zu bekämpfen, blieb erfolglos. Jetzt arbeitet der Mann wieder im öffentlichen Dienst.

Der mittlerweile 50-Jährige hat seit Jahren Probleme mit seiner Wirbelsäule. Probleme, die offenbar immer schlimmer wurden. So schlimm, dass die Pensionsversicherungsanstalt das Berufsleben des Tirolers beendete.

„Wir haben dem Mann eine auf zwei Jahre befristete Invaliditätspension zuerkannt“, sagt Christian Bernard, Direktor der Tiroler Pensionsversicherungsanstalt: „Befristet heißt, wir prüfen im Zweijahres­rhythmus, ob sich der Gesundheitszustand gebessert hat.“

Im Fall des sportlichen Frühpensionisten war die Frage mit einem eindeutigen Ja zu beantworten. „Die Begutachtung ergab, dass der Mann wieder arbeitsfähig ist“, so Bernard weiter.

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Aber schon vor der Zweijahresuntersuchung hatte der damals 48-Jährige durch einen sportlichen Erfolg auf sich aufmerksam gemacht. Bei einem Kickbox-Wettkampf in Telfs sprang der Kampfsportler für einen verhinderten Kollegen in die Bresche. Und zwar durchaus erfolgreich: Der Invaliditätspensionist siegte – und fand sich prompt samt Foto im Sportteil einer Lokalzeitung wieder.

Mit dem Ende seines Rentnerdaseins war der Sportler allerdings nicht einverstanden: Der Tiroler bekämpfte die Entscheidung der Pensionsversicherungsanstalt vor Gericht. Allerdings ohne Erfolg – „der Richter legte ihm im Frühjahr nahe, die Klage zurückzuziehen“, sagt Bernard: „Und das hat er auch getan.“

Inzwischen soll der Ex-Pensionist wieder für seinen früheren Arbeitgeber tätig sein.


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