Kundl hat Angst vor Feuerteufel

Vierter Brand in Vereinsräumen innerhalb kurzer Zeit schreckt die Menschen auf.

Kundl –Eine Brandanschlagsserie auf Vereinsräumlichkeiten in Kundl lässt in der Gemeinde die Gerüchteküche brodeln. Nach drei rätselhaften­ Bränden innerhalb weniger Wochen auf dem Gelände des Motorradclubs ging in der Nacht auf Montag das Vereinsheim der Schützengilde in Flammen auf.

Gegen 0.30 Uhr brach in dem etwas abseits des Ortes gelegenen Schießstand ein Feuer aus. Die Feuerwehren aus Kundl, Wörgl und die Sandoz-Betriebsfeuerwehr, insgesamt 100 Mann, hatten den Brand zwar rasch unter Kontrolle, zu retten gab es aber nichts mehr. „Das Gebäude ist abrissreif. Der Dachstuhl ist zerstört und innen ist es komplett ausgebrannt“, bedauert der Obmann der Schützengilde, Dieter Achleitner. Ihm und seinen Vereinskollegen blieb am Montag nur noch die traurige Arbeit, die Fenster der Brandruine zu sichern.

Zur Brandursache wollte die Polizei gestern noch nichts sagen, das Landeskriminalamt ermittelt. Laut Vereins­obmann sei auch in den Kassen­raum eingebrochen, die Handkasse geknackt und ein Laptop entwendet worden.

Für viele Kundler steht fest: Das muss ein Feuerteufel sein. Nach dem vierten Anschlag fragen sie sich, wo der unbekannte Täter wohl als Nächstes zuschlagen wird.

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Der Sachschaden im Schießstand konnte Achleitner­ gestern noch nicht beziffern. Neben „vielen fröhlichen Erinnerungen“ seien auch mehrere­ handgemalte hölzerne Schießscheiben verbrannt. (cm)


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