Zillertalbahn kam aus finanziellem Wellental

Jenbach – Von einer Dienstplanoptimierung ist immer wieder die Rede, wenn Wolfgang Holub, der Vorstandsdirektor der Zillertalbahn, und der A...

Jenbach –Von einer Dienstplanoptimierung ist immer wieder die Rede, wenn Wolfgang Holub, der Vorstandsdirektor der Zillertalbahn, und der Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Hundsbichler im Jahresabschluss 2011 blättern. „Die Rückkehr auf die Erfolgsschiene ist uns nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2010 geglückt“, stellte das Duo bei der 105. Jahreshauptversammlung der Bahn fest. Ein Gewinn von mehr als 34.000 Euro steht in der Bilanz. Fast 268.000 Tonnen Holz konnten im Vorjahr zwischen Jenbach und Fügen befördert werden. Dadurch wurden dem Tourismustal 23.000 Lkw-Fahrten erspart. Lediglich 173.000 Tonnen an Fracht waren es noch im Jahr 2010. Das Ziel sollte es laut Bahnleitung sein, dass der Güterverkehr der Zillertalbahn gleich behandelt wird wie jener der Bundesbahn. Fast zwei Millionen Fahrgäste benützten die Bahn. „Der Busbereich finanziert sich selbst“, sagt Wolfgang Holub. Sorgen bereitet nach wie vor der Dampfbetrieb, der sich mit einem Minus von 198.000 Euro in der Bilanz zu Buche schlägt. Kein Echo gab es bei den Nutznießern dieser Attraktion im Zillertal, als von Zuschüssen die Rede war. „Leider mündet die Verhandlungsbereitschaft der Tourismusverbände nicht in einer Zahlungsbereitschaft“, stellt der Hippacher BM Gerhard Hundsbichler fest. Weiter verfolgt wird das Projekt Elektrifizierung. „Da gibt es eine Machbarkeitsstudie. In den nächsten zehn Jahren könnte das durchaus der Fall sein“, sagt Bahnchef Holub. (zw)

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Kommentieren