Gemütliche Insel für das Linger-Trio

Wolfgang und Martha Linger wohnen mit ihrem eineinhalbjährigen Raphael in Absam in jenem Haus, in welchem die rodelnden Linger-Brüder schon ihre Kinder- und Jugendzeit verbracht haben.

Von Peter Hörhager

Absam –Vor zwei Wochen besuchten wir Andreas Linger, den ledigen der zwei erfolgreichen Rodler-Brüder. Heute sind wir zu Gast bei Wolfgang, dem jüngeren – und dem verheirateten! Die Familie – Wolfgang, seine aus dem Pitztal stammende Gattin Martha und ihr gemeinsamer Sohn Raphael (eineinhalb Jahre) haben sich im Erdgeschoß jenes Hauses, in welchem auch die Eltern woh- nen, ein „Familiennest“ eingerichtet, das voll auf die Bedürfnisse des Trios zugeschnitten ist. Oma und Opa im Haus – etwas Besseres kann jungen Eltern nicht passieren. Außerdem ist genügend Auslauf – der Garten ist zusätzlicher und viel genutzter Wohnraum. Um das Haus zu erreichen, fährt man übrigens durch den „Linger-Kreisel“, also einen Kreisverkehr, dem die Gemeinde Absam als Auszeichnung für die Super-Erfolge der Rennrodler diesen Namen gegeben hat.

Als Halbwüchsige haben Wolfgang und Andreas den Dachboden des Hauses ausgebaut und diesen – quasi als WG – bewohnt. Die Jugendzeit ist vorbei, Andreas hat sich mit seiner Freundin Manuela eine Eigentumswohnung angeschafft und eingerichtet, Wolfgang ist vom Dachboden ins Erdgeschoß übersiedelt. Wobei einige Vorarbeiten getätigt wurden: Es wurden neue Fenster eingebaut, die Außenmauern isoliert und ein Zubau samt kleiner Terrasse angedockt. „Da haben wir auch selbst Hand angelegt“, betont Wolfgang stolz. Viel Tageslicht, helle Pastelltöne, eine harmonische Abstimmung zwischen Mobiliar und Zubehör – das sind die Merkmale der Linger-Wohnung in der Absamer Bettelwurfsiedlung. Sparsam, aber ein Blickfang: Stimmungsvolle, teils großformatige Fotos, die die beiden selbst geschossen haben. Wer im Wohnzimmer nach einigen der vielen Siegestrophäen sucht, sucht vergeblich. Wie bei Andreas spielen auch bei Wolfgang die Pokale und Medaillen nur eine Nebenrolle. Die wichtigsten (Olympia- und WM-Medaillen sowie die Weltcup-Kugel) sind im Gang platziert, in dem sich Wolfgang auch seine Computerecke eingerichtet hat. Für den Bundesheersoldaten, der im Sport-BORG maturiert hat, ist die Absamer Wohnung „einfach ideal“. „In wenigen Minuten bin ich in der Stadt, der Wald beginnt quasi hinter dem Haus und die Rodelbahn in Igls liegt auch in der Nähe.“ Das Paar hat nämlich auch einen „Zweitwohnsitz“ in der Heimat von Martha, also im Pitztal. Dort lebt ihre Familie und dort wohnte auch die Villa-Blanka-Absolventin, ehe sie der Wolfgang nach Absam geholt hat. Sie und der kleine Raphael sind logischerweise die Ruhepole im (noch) unsteten Leben des sympathischen Spitzensportlers, der noch ein wichtiges Ziel vor Augen hat: die Olympischen Spiele in Sotchi.

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