„Sorgloser Umgang mit Bankinformationen“

Matrei i. O., Innsbruck – Ein Vorfall im Zuge der Gemeinderatswahlen 2010 war es, der dem pensionierten Vorstand der Raiffeisenbank Matrei, ...

Matrei i. O., Innsbruck –Ein Vorfall im Zuge der Gemeinderatswahlen 2010 war es, der dem pensionierten Vorstand der Raiffeisenbank Matrei, Christoph Brugger, Anlass zu einem schwerwiegenden Schritt gibt. Wie berichtet, wird Brugger bei der Generalversammlung kommenden Montag den Antrag stellen, den Aufsichtsratsvorsitzenden Dietmar Kurzthaler abzuberufen. Als Ersatz schlägt er Gemeinderat Christoph Köll vor, der zu Bürgermeister Andreas Köll (VP) in Opposition steht.

Im Gespräch mit der TT präzisiert Christoph Brugger seine Vorwürfe gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden: „Ich behaupte nicht, dass tatsächlich vertrauliche Bankdaten weitergegeben werden oder wurden. Aber sehr wohl gibt es Kunden, die das befürchten, und das haben sie mir gegenüber auch geäußert.“ Grund sei eben jener Vorfall rund um die Gemeinderatswahlen 2010. Was war damals geschehen? Brugger hatte vor der Wahl, damals noch als Raiba-Vorstand, die Opposition gegen Bürgermeister Köll unterstützt. „Daraufhin hat der Aufsichtsrat der Bank eine Krisensitzung zu diesem Thema einberufen“, beschreibt Brugger. Die Inhalte dieser internen Sitzung seien innerhalb kurzer Zeit bekannt geworden. „Wenn mit solchen Daten so sorglos umgegangen wird, ist es kein Wunder, dass Kunden Befürchtungen in diese Richtung haben“, begründet der Ex-Vorstand.

Der Raiffeisenverband Tirol, dem auch die Raiba Matrei angehört, wollte auf Anfrage der TT keine Stellungnahme zur Causa abgeben, da der Leiter auf Urlaub sei. (co)

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