Extreme Leidenschaften für den guten Zweck

Ausdauersportler Christian Schaar sprang gestern für den Tiroler Sozialmarkt in den Inn. 35 Kilometer, von Kranebitten bis nach Vomp.

Von Christof Strasser

Innsbruck –Christian Schaar ist Vater von vier Kindern und glücklich verheiratet. Er leitet eine Steuer- und Unternehmensberaterkanzlei in Innsbruck. Wenn der 53-Jährige nicht gerade von einem Stapel an Akten oder Steuerbüchern in seinem Büro in Pradl verdeckt wird und noch Zeit bleibt, macht er Sport. Genauer gesagt: Ausdauersport.

Christian Schaar ist Triathlet. Er schwimmt, läuft und radelt – was für einen Sportler dieser Szene auch vollkommen normal ist. Das Besondere an Christian Schaar ist, er ist Extrem-Triathlet, der seine Wege und Distanzen stets für einen guten Zweck in Angriff nimmt.

Ob beispielsweise in seinem Projekt „Bodensee-Innsbruck“, bei dem er den Bodensee durchquerte, 210 Kilometer radelte und 20 Kilometer lief, oder den zahlreichen anderen mehrstündigen oder mehrtägigen Experimenten: Der Abenteurer ist ständig auf der Suche nach neuen Wünschen und Herausforderungen. Jedoch immer mit demselben Ziel: auf hilfsbedürftige Menschen Rücksicht zu nehmen und diese mit seinen sportlichen Leistungen finanziell zu unterstützen.

Genau aus diesem Anlass ist der Innsbrucker gestern wieder ins Wasser gesprungen. Schaars Reise ging für den Tiroler Sozialmarkt (TISO) 35 Kilometer von Innsbruck/Kranebitten bis nach Vomp. Schwimmend, im zwölf Grad kalten Inn. Fast drei Stunden lang. Eine Zitterpartie.

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

„Der Grund dieses Projektes und die Unterstützung des Tiroler Sozialmarktes liegt darin, dass eine hohe Verantwortlichkeit unserer Gesellschaft darin besteht, Menschen, die mit Not und Armut konfrontiert sind, zu helfen“, sagt der 53-jährige Ausdauersportler. „Der Sozialmarkt ist damit in der Lage, im Rahmen der Verteilung von Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs Menschen zu unterstützen und die Beschaffung finanziell zu erleichtern“, fügt Schaar nach getaner Arbeit leicht durchfroren hinzu.

Kaum den Fluten des Inns entflohen, schwirren bei Christian Schaar bereits die nächsten Hilfsprojekte im Kopf herum. Im Winter wird sich der Hobbysportler voll und ganz dem Unternehmen „Arctic“ widmen. Und wie bereits der Name erahnen lässt, wird es dabei noch ein wenig kälter als gestern im Inn. Irgendwann von Dezember bis März will er von Innsbruck mit dem Rad zum Achensee strampeln, diesen sieben bis neun Kilometer, je nach Eisverhältnissen, beschwimmen und anschließend wieder zurück nach Innsbruck laufen. Bei klirrender Kälte und bei Minusgraden. Aber stets mit demselben Hintergedanken: bedürftigen Menschen zu helfen.


Kommentieren


Schlagworte