Aus der Mitte entspringt der Fluss

Nach dem Kraftakt beim 2:1-Sieg gegen Mattersburg nähert sich Wacker planmäßig dem Pflichtsieg (Samstag, 18.30 Uhr) gegen Wiener Neustadt. Dennis Mimm kehrt mit dem Schlusslicht ins Tivoli zurück.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Die ersten drei Saisonpunkte gegen Mattersburg haben nichts daran geändert, dass Wacker Innsbruck am Samstag im Tivoli­ als Tabellenvorletzter das Schlusslicht aus Wiener Neustadt (vier Niederlagen in Serie) zum Kellerderby lädt. Die mentale Last ist durch den Befreiungsschlag gegen die Burgenländer aber etwas kleiner geworden, was nichts am Druck des (vermeintlichen) Siegen-Müssens ändert.

Wiener Neustadt ist der erklärte Abstiegsaspirant, ein junges Team mit vielen No-Names. Der Tiroler Dennis­ Mimm, der nach Jahren der Zweit-und Drittklassigkeit (Pasching, FC Lustenau) noch einmal ein Standbein in der Bundesliga fand, ist mit 159 Einsätzen in der obersten Spielklasse hinter Kapitän Peter­ Hlinka (273) mit Respektabstand der Erfahrenste.

„Wenn man viermal verliert, wächst der Druck natürlich. Aber bislang ist alles ruhig. Wir haben ja eine ganz junge Mannschaft, und es ist keinem geholfen, wenn wir durchdrehen“, erklärt der Ex-Wackerianer im Dress der Niederösterreicher. Ob er wie zuletzt als rechter Außenverteidiger sein Comeback im Innsbrucker Tivoli gibt, wollte die Defensivkraft nicht prognostizieren: „Aber ich freue mich natürlich, ins Tivoli zurückzukommen.“ Denn sein Karriereverlauf und Bundesliga-Comeback mit 29 Lenzen sei alles andere als normal.

Wacker-Coach Walter Kogler­ ist indes darum bemüht, die Hartnäckigkeit und Leidenschaft, die im zweiten Durchgang der Mattersburg-Partie herrschte, in den eigenen Reihen weiterhin hochzuhalten. „Wir haben keinen Grund, Wiener Neustadt zu unterschätzen. Diese Spiele sind bekanntlich alles andere­ als leicht. Wir wissen um die Situation“, hebt er den warnenden Zeigefinger, um am Ende der kommenden 90 Bundesliga-Minuten mit einem Heimsieg den Sechs-Punkte-Abstand zu realisieren. Denn nicht nur bei der 2:3-Niederlage gegen Ried (Mimm: „Wir hätten uns einen Punkt sicher verdient“) kreierte das Tabellenschlusslicht einige Torchancen.

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Mit Ausnahme der beiden Langzeitverletzten Thomas Löffler und Peter Hackmair herrscht für Kogler im wackeren Mittelfeld indes wieder die erfreuliche Qual der Wahl. Die Joker-Tore von Sturmtank Marcelo Fernandes und Flügel Christopher Wernitznig beleben ebenso das interne­ Geschäft um ein Fixleiberl wie der stetig besser werdende Zustand von Regisseur Carlos Merino. „Im Mittelfeld ergeben sich Möglichkeiten zu variieren. Das ist auch gut so“, lässt Kogler durchblicken. Einzig und alleine Abwehrchef Martin Svejnoha zwickte zuletzt etwas das Knie.


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