Abschied vom EURO-Frust

Deutschland arbeitet EM im Test gegen Argentinien auf und blickt auf die WM-Qualifikation in der Österreich-Gruppe.

Frankfurt –Es geht wieder los – und die junge deutsche Spieler-Generation glaubt weiterhin an Joachim Löw als Titel-Macher. „Wir haben ihm zu hundert Prozent vertraut. Wir vertrauen ihm zu hundert Prozent. Daran gibt es überhaupt keine Zweifel, weil er ein hundertprozentiger Fachmann ist“, versicherte Sami Khedira vor dem spannenden und schwierigen Neubeginn gegen Argentinien.

Gegen Weltfußballer Lionel­ Messi und Co. wollen der Bundestrainer und sein personell geschwächtes Team heute ab 20.45 Uhr in der fast ausverkauften Frankfurter WM-Arena verspieltes Vertrauen auf Anhieb zurückgewinnen. „Wir haben Lust auf dieses Spiel. Wir wollen nicht nur gewinnen, sondern guten Fußball spielen, die Fans begeistern und wieder auf unsere Seite bekommen“, kündigte Führungskraft Khedira an. „Ein Spiel gegen eine Klasse-Mannschaft wie Argentinien ist ein guter Maßstab für die WM-Qualifikationsspiele im September und Oktober“, betonte auch Löw, der sich noch am Montag aufgestauten Frust wegen unsachlicher Kritik nach der EURO von der Seele redete.

Der EM-Frust soll in Vorfreude auf den Quali-Marathon gegen Österreich, Schweden, Irland, Kasachstan und Auftaktgegner Färöer verwandelt werden – auch bei den Spielern selbst. Denn der Halbfinal-K.-o. gegen Italien steckt auch ihnen noch in den Knochen. „Wir haben uns am meisten über uns selbst ärgern müssen, dass wir die Leistung nicht abgerufen haben“, berichtete Khedira.

Einen Tag nach der emotionalen Brandrede des Bundestrainers verurteilte auch der Mittelfeldspieler von Real Madrid die „teilweise beleidigenden“ Kritiken nach dem vorzeitigen Titel-Aus. „Das war nicht die feine englische Art. Da wurden Dinge in den Raum geworfen, die nichts mit Sport zu tun hatten.“ Etwa die Hymnen-Debatte.

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Der Argentinien-Test soll neuen Optimismus schüren. In Abwesenheit von Bayern-Stammkräften wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Manuel Neuer wird gegen die Südamerikaner eine sehr junge Elf auflaufen, in der Khedira mit nur 25 Jahren der älteste Spieler wäre, wenn es nicht den unverwüstlichen Miroslav Klose (34) gäbe. (w.m., dpa)


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