Galerie auf Altfinstermünz hat Feuertaufe bestanden

Ausstellungsbetrieb feierte Premiere: 28 Künstler setzten sich mit dem Thema Via Claudia auseinander. Kirchtag lockte Publikum in Scharen.

Von Helmut Wenzel

Nauders –Die Idee von einem­ Ausstellungsbetrieb im 500 Jahre alten Torturm geisterte schon vor Jahren in den Köpfen der Altfinstermünz-Freunde. Der Wunsch ist kürzlich Wirklichkeit geworden. Mit der Ausstellung „Incontri d‘Arte“ feierte die im dritten Obergeschoß und am Dachboden eingerichtete Galerie­ ihre Premiere.

Inhaltlich passt der Bilder­reigen, der bis 5. September zu sehen ist, punktgenau in den wuchtigen Turm: 28 Künstler, die an der Via Claudia Augusta leben, haben sich mit Menschen, Landschaft und Kultur in diesem Lebensraum auseinandergesetzt.

Einer von ihnen ist Alwin Chemelli aus Landeck. Er hat Altfinstermünz als starke,­ reizvolle Säule an der Via Claudia dargestellt. „Die Wehranlage hat mich schon als Bub fasziniert“, verrät Chemelli, „nachdem die Restaurierung ja mustergültig gelungen ist, habe ich mich sehr gerne an dem Ausstellungsprojekt beteiligt. Es war mir ein Anliegen, einen Beitrag zur Revitalisierung des Baudenkmals zu leisten.“ Das 100 x 100 cm große Bild hätte er bereits mehrmals verkaufen können. „Es ist unverkäuflich“, betont er, „die Ausstellung wird noch an mehreren Orten entlang der Via Claudia zu sehen sein.“

Neben Chemelli haben weitere Oberländer bzw. Außerferner Künstler eine Arbeit beigesteuert: Reinhard Lentsch aus Ried, Elmar Kopp aus Imst, Josef Schreiner aus Nassereith, Tamara O‘Byrne aus Reutte und Klaus Koch-Tomelic aus Biberwier. Initiator der Ausstellung ist Architekt Bruno Pedri aus Salurn. Er will das Bewusstsein in der Bevölkerung um die kulturhistorische Bedeutung der 700 Kilometer langen Römerstraße stärken. „Incontri d‘Arte“ ist für ihn der Start einer Ausstellungsserie in Hinblick auf das Jahr 2046, wenn die Via Claudia ihr 2000-jähriges Bestehen feiert.

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Bestens besucht war am Mittwoch der unterhaltsame Kirchtag in Altfinstermünz. Vereinspräsident Hermann Klapeer und sein Team führten Besucher am laufenden Band durch die Wehranlage.


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