„Vergelt‘s Gott“ an echte Vorbilder

In der Innsbrucker Hofburg wurden gestern bei einem prachtvollen Festakt die Verdienstmedaillen und Erbhofurkunden an verschiedenste Persönlichkeiten aus Nord-, Ost- und Südtirol verliehen.

Von Marco Witting

Innsbruck –„Vergelt‘s Gott“ sagen, für Einsatz, Zeit, Energie, die für die Allgemeinheit aufgebracht werden. Weil es eben nicht selbstverständlich ist. Und doch so notwendig. Schon traditionell ehren Tirol und Südtirol verdiente Persönlichkeiten am 15. August mit einem Festakt und einer Verdienstmedaille. So auch gestern in der Innsbrucker Hofburg.

Bei Prachtwetter begann der Tag in Innsbruck mit einer Kranzniederlegung am Andreas-Hofer-Denkmal, einem landesüblichen Empfang und einem Festgottesdienst in der Jesuitenkirche, den Prälat Raimund Schreier zelebrierte. Dabei wurde ein von den Schützenverbänden gespendetes Holzkreuz gesegnet. Es wird künftig im Sitzungssaal des Tirol-Hauses in Brüssel seinen Platz finden.

Im Riesensaal der Kaiserlichen Hofburg standen dann insgesamt 163 Persönlichkeiten im Mittelpunkt, die sich in der Vergangenheit um das Gemeinwohl besonders bemüht haben. „Das ist keine Selbstverständlichkeit und wir wollen die Gelegenheit nutzen, euch zu sagen, wir sind stolz auf euch“, erklärte Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder bei seiner Festrede. Er warb energisch für die EU, auch als Friedens­idee. Das sei Lebensqualität für Tirol. Durnwalder betonte aber gleichzeitig, wie wichtig die Selbstständigkeit ist. „Wir wissen am besten, was gut für unser Land ist.“

Den Geehrten streute Durnwalder Rosen: „Das Beispiel, das ihr gebt, ist oft mehr wert, als viele schöne Reden, die gehalten werden.“

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Auch Platter sah in den Persönlichkeiten aus allen Landesteilen ganz besondere „Vorbilder für die Jugend“. „Bitte gebt die Werte auch künftig in diesem Maß an unsere Jugend weiter“, appellierte er. Platter lobte in seiner Rede die hohe Lebensqualität im Land. Dazu würden verschiedenste Bereiche, etwa die Hilfe für Schwächere in der Gesellschaft, beitragen.

„Wir werden einmal daran gemessen werden, wie wir mit Pflege- und Hilfsbedürftigen umgegangen sind.“ Die gestern ausgezeichneten Personen würden durch ihr Engagement den „sozialen Zusammenhalt und die Gemeinschaft stärken“.

Die Verleihung von Orden hat in Tirol lange Tradition und erfolgt nach strengen Kriterien. Die höchste Auszeichnung ist der Ring des Landes. Die Ehrenzeichen werden am 20. Februar, dem Todestag Andreas Hofers, vergeben, Verdienstmedaillen am „Hohen Frauentag“.

Am Nationalfeiertag folgen die Adlerorden, mit denen auch nicht aus Tirol stammende Persönlichkeiten geehrt werden.


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