Radwegunterführung Stans steht ständig unter Wasser

Auf dem Radweg zwischen Jenbach und Stans holen sich Ausflügler bevorzugt nasse Füße. Die zuständigen ÖBB versprechen Abhilfe.

Von Michael Mader

Stans –Auch wenn die Temperaturen in den nächsten Tagen wieder die 30-Grad-Marke erreichen sollen, eine Abkühlung durch nasse Füße will sich beim Radausflug aber trotzdem niemand holen. Passieren kann das aber jedem, der den Radweg zwischen Jenbach und Stans benützt. Schon seit dem Vorjahr steht die Unterführung der alten Eisenbahntrasse im Bereich Tratzberg nämlich immer wieder unter Wasser. Und zwar nicht nur ein paar Zentimeter, sondern bis zu einem halben Meter hoch, wie ein Lokalaugenschein der Tiroler Tageszeitung ergab.

Martin Redolf aus Jenbach, der den Radweg öfters benutzt, ärgert sich: „Zuständig für die Unterführung sind die Österreichischen Bundesbahnen. Vor ein paar Monaten wurde auf mehrere Beschwerden hin die Unterführung wieder mit Schotter aufgefüllt. Durch den Regen füllt sie sich jedoch immer mehr, sodass mit den Rädern oder auch zu Fuß kein Durchkommen mehr möglich ist.“

Man müsse deshalb mit den Rädern auf die Landesstraße ausweichen, was besonders mit Kindern äußerst gefährlich ist. „Seitdem haben wir ständig bei der Beschwerdestelle der Österreichischen Bundesbahnen angerufen und um rasche Erledigung des Problems ersucht, aber passiert ist bislang nichts. Nicht einmal ein Rückruf wurde getätigt. Es hat immer nur geheißen, dass die Beschwerde weitergeleitet wird“, erzählt Redolf, der angibt, auch für zahlreiche Bekannte von ihm zu sprechen. Der Weg sei nämlich äußerst beliebt.

Nach Recherchen der Tiroler Tageszeitung kommt jetzt allerdings Bewegung in die Sache: „Das Wasser wird von uns abgepumpt und die Unterführung wieder mit Schotter aufgefüllt“, verspricht ÖBB-Pressesprecher Christoph Posch, der allerdings auch betont, dass es sich nicht um den offiziellen Unterinntaler Radweg handelt.

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Es sei hier zudem auch noch mit Baustellenverkehr zu rechnen. Spätestens im nächsten Jahr soll dann unter der Neubautrasse eine moderne Radunterführung errichtet und die bestehende zurückgebaut werden.

Posch macht für die ständigen Überschwemmungen der Radwegunterführung die Oberflächengewässer und auch das Grundwasser, das in diesem Bereich nach oben gedrückt wird, verantwortlich. „Eventuell ist hier auch eine Abdichtung undicht“, vermutet Posch.


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