„Betroffene sollen mitreden können“

Bezirksbauernbundobmann Edenhauser spricht sich gegen die Abschaffung der Grundverkehrsbehörde aus.

Von Verena Hofer

Kitzbühel –Der landwirtschaftliche Grundverkehr ist seit Jahren Thema im Bezirk Kitzbühel. Als Landwirtschaftsvertreter hat Josef Edenhauser in der Grundverkehrsbehörde des Bezirkes immer wieder mit Umgehungsgeschäften zu tun. Das derzeitige Interessenmodell, das Bauern bei einem Kaufinteresse vorrangig gegenüber einen Nichtbauern behandelt, sieht der Bauernvertreter positiv. Ein noch strengeres Gesetz zur Achtung der ordentlichen Umsetzung würde er befürworten.

Obmann Edenhauser ist froh, dass die Kitzbüheler Bauern zu ihrem Grund und Boden stehen. „Täglich könnten wir Höfe an Interessenten aus dem Ausland verkaufen“, behauptet Edenhauser und ergänzt, dass das Grundverkehrsgesetz vor dem Ausverkauf schützt.

Kritisch sieht der Bauernvertreter die geplante Abschaffung der Bezirksgrundverkehrsbehörde. „Bis jetzt prüfte einen grundverkehrsbehördlichen Antrag ein Vertreter des Orts, ein Jurist der Bezirkshauptmannschaft und ein Vertreter der Kammer“, sagt der Bezirksobmann und erklärt, dass dann vor Ort die Entscheidung verkündet wurde. Im vergangenen Jahr wurden im Bezirk Kitzbühel 91 Genehmigungen ausgestellt. Dem gegenüber stehen vier Versagungen.

In Zukunft soll die Bezirkshauptmannschaft diese Aufgabe alleine übernehmen. „Schnelle Entscheidungen werden mit der Neuerung künftig wegfallen“, fürchtet Edenhauser. Weiters glaubt er an höhere Kosten: „Ein Mitglied vor Ort bekommt 8,42 Euro pro Sitzung und ich glaube nicht, dass dafür ein Gutachten zu bekommen ist.“ Edenhauser fordert damit auch weiterhin, dass die Betroffenen selbst mitreden können.

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Klargestellt wurde im Zuge der Pressekonferenz, dass jeder die Möglichkeit hat, Landwirt zu werden. „Der Facharbeiter kann in der Landwirtschaftlichen Lehr anstalt Weitau berufsbegleitend absolviert werden“, erklärt Bezirksgeschäftsführer Franz Eberharter.


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