Erste Buchungsanfragen für Venet-Gipfelhütte treffen ein

Der Rohbau soll bereits im September stehen. Die Venet Bergbahnen AG kann dank privater Initiatoren ab Dezember 100 Betten vermieten.

Von Helmut Wenzel

Zams, Landeck –Nach dem etwas verspäteten Start ist die höchstgelegene Baustelle im Talkessel Landeck-Zams jetzt in Schwung gekommen. Vorigen Sonntag haben 1020 Fahrgäste der Venet-Seilbahn gesehen, dass das Erdgeschoß der 100-Betten-Gipfelhütte auf 2200 Metern Seehöhe kurz vor Fertigstellung steht. Der Sprecher der Initiative „Pro Venet“, Thomas Walser, bestätigte am Donnerstag: „Wenn nichts Unerwartetes passiert, müssten wir die Hütte Anfang Dezember eröffnen können.“

In wenigen Tagen beginnt der Aufbau der Obergeschoße. Zum Einsatz kommen Fertigelemente aus Massivholz, Lieferant ist ein Fachbetrieb aus dem Zillertal. Ende September dürfte der Rohbau vom Talkessel aus sichtbar sein. „Danach sind zahlreiche Handwerker beim Innenausbau sowie bei den Abdichtungen und Installationen im Einsatz“, weiß Walser.

Die ungewöhnliche Initiative der privaten Gruppe „Pro Venet“, die das Objekt der Venet Bergbahnen AG zur Verfügung stellt, ist offenbar weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt. Internetportale wie www.bergfex.at werben bereits mit diversen Paketangeboten – etwa Übernachtung auf der Gipfelhütte plus Halbpension und Liftticket.

Die Tage um Silvester dürften ausgebucht sein. Der Pächter des Pano-Restaurants am Venet, Ronny Doberauer, bestätigt den Anfragenboom: „Wer Urlaub zum Jahreswechsel plant, muss sich jetzt umschauen. Wer später bucht, könnte Pech haben.“ Auch für die Semesterferien im Februar 2013 hat der „Pano-Wirt“, der das Management der Gipfelhütte übernimmt, bereits Anfragen.

Etwas ruhig geworden ist es am Spendenkonto von „Pro Venet“. Die Kosten der Gipfelhütte liegen bei einer Mio. Euro, am Konto lagen zuletzt 850.000 Euro. „Wir brauchen noch 150.000 Euro“, betont Walser. Bei der Landecker Einkaufsnacht am 23. August ist nochmals eine Fundraising-Aktion geplant. Die Besucher können das Projekt mit einer Spende von 100 Euro (oder mehr) unterstützen.


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