Jogger fordert 700 Euro Schmerzensgeld für Bienenstiche

Zehn Bienenstöcke hat ein oberösterreichischer Bauer in der Nähe eines Wanderwegs aufgestellt. Ein Jogger lief vorbei und wurde von den Insekten gestochen. Nun will er Schmerzensgeld.

Steyr - Ein oberösterreichischer Jogger fordert von einem Bauern im Bezirk Steyr-Land Schmerzensgeld, nachdem er von Bienen gestochen worden ist. Sein Anwalt verlangt in einem Brief an den Landwirt, auf dessen Grund die Bienenstöcke stehen, 700 Euro inklusive Spesen. Das berichtete die oberösterreichische Wochenzeitung BezirksRundschau in ihrer jüngsten Ausgabe.

Der Jogger lief am 19. Juli wie gewohnt auf einem Wanderweg, der über das Grundstück des Landwirtes führt. Im Bereich der rund 250 Meter vom Bauernhof aufgestellten zehn Bienenstöcke wurde er von mehreren Insekten gestochen. Er ließ sich von seinem Hausarzt behandeln.

Nun flatterte dem Grundstückeigentümer ein Brief eines Rechtsanwaltes ins Haus, in dem dieser für seinen Mandaten Schmerzensgeld fordert. Der Bauern denkt aber nicht daran zu zahlen. Die Bienen seien nicht von Haus aus aggressiv, wie es in dem Anwaltsbrief stehe. Dennoch will er eine Lösung, mit der alle leben können. „Ich kenne den Jogger und wir grüßen einander, wenn wir uns sehen“, wird er zitiert. Wegen der Bienenstöcke habe er aber kein einziges Mal das Gespräch gesucht. Möglich wäre, die Bienenstöcke, die einem Hobbyimker aus dem Bezirk gehören, umzusiedeln.

Die Angelegenheit hat eine Vorgeschichte: Bereits im Vorjahr hat der Jogger eine Beschwerde beim Gemeindeamt eingebracht. Dort habe man versucht, zu vermitteln, schilderte die Amtsleiterin. An zwei Stellen rund 100 Meter von den Behausungen der Insekten entfernt wurden Warnschilder mit der Aufschrift „Achtung Bienen“ angebracht. Insgesamt hat sie aber wenig Verständnis, dass verstärkt „alles auf die Behörden abgeschoben wird“. Deshalb ihr Ratschlag: „Die Bienenstöcke sieht man von weitem. Das Einfachste wäre, sie zu meiden“. (APA)

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