Aus dem Schatten der Geschichte

Innsbruck – Der Gesamttiroler Museumstag, der am 18. Oktober im Kurhaus in Hall stattfindet, widmet sich der Geschichte der Psychiatrie und ...

Innsbruck –Der Gesamttiroler­ Museumstag, der am 18. Oktober im Kurhaus in Hall stattfindet, widmet sich der Geschichte der Psychiatrie­ und NS-Euthanasie im historischen Raum Tirol und deren Relevanz für die Museums­praxis. Wie Kultur- und Bildungslandesrätin Beate Palfra­der in einer Aussendung betont, wolle man damit „einen besonderen Aspekt­ der NS-Vergangenheit in Tirol, Südtirol und dem Trentino aus dem Schatten der Geschichte holen“. Palfrader weiter: „Mit diesem Museumstag wollen wir eine Brücke zwischen der wissenschaftlichen Erforschung dieser Geschichte und der wichtigen Vermittlung in den Museen schlagen.“

Fachreferate sollen die Geschichte der Psychiatrie und Euthanasie im historischen Tirol von 1830 bis in die Gegenwart sowie die Möglichkeiten und Grenzen des Lernens und Gedenkens beleuchten. In Workshops können die Teilnehmenden tiefer in die Materie eintauchen und über Möglichkeiten der wissenschaftlichen Aufarbeitung und der musealen Vermittlung diskutieren. Zudem werden im Rahmen der Fachtagung aktuelle Forschungs- und Ausstellungsprojekte präsentiert. Am Museumstag macht die zweisprachige Wanderausstellung „Ich lass mich nicht mehr länger für einen Narren halten ...“ im Haller Kurhaus Station. Sie ging aus dem Kooperationsprojekt „Psychiatrische Landschaften“ des Südtiroler Landes­archivs und der Universität Innsbruck hervor. (TT)


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