„Sklaventum“ in Tiroler Tourismus

Innsbruck, Wien – Für die vorläufig gescheiterten KV-Verhandlungen mit den Tiroler Arbeitgebern vergibt vida-Chef Rudolf Kaske „die Zitrone ...

Innsbruck, Wien –Für die vorläufig gescheiterten KV-Verhandlungen mit den Tiroler Arbeitgebern vergibt vida-Chef Rudolf Kaske „die Zitrone des Jahres“ an die heimischen Touristiker: „Bei denen dürfte das moderne Sklaventum noch in den Hinterköpfen sein“, sagte der Gewerkschafter gestern bei der Präsentation des Arbeitsklimaindex-Tourismus. Wie es bei den Verhandlungen, die schon im Juli hätten abgeschlossen werden sollen, weitergeht, sei derzeit offen, sagte vida-Sprecher Philip Wohlgemuth gegenüber der TT: „Im Laufe der Woche sollte es Gespräche zwischen der Tiroler Wirtschaftskammer und der Gewerkschaftsspitze in Wien geben, Prognosen kann ich aber keine abgeben.“ Die weiteren Verhandlungen bestätigt der Tiroler Tourismus-Spartenobmann Harald Ultsch: „Wir wollen einen vernünftigen Abschluss.“ Zum vida-Vorwurf der „Sklaverei“ will sich Ultsch nicht weiter äußern: „Es ist nichts neues, dass die Gewerkschaft medial Stimmung macht.“

Der von der Arbeiterkammer und vida erstellte Arbeitsklimaindex zeigt, dass die Zufriedenheit der Tourismusbeschäftigten im Zeitraum 2007 bis 2012 in fast allen der 25 Teilindizes gesunken ist. Im Vergleich mit anderen Branchen sehen sich Tourismusbeschäftigte vor allem hinsichtlich gesellschaftlichen Status, Zeiteinteilung, Einkommen und Karrierechancen benachteiligt. Nur 3 Prozent der Befragten können demnach von ihrem Einkommen sehr gut leben, 2007 waren es noch 9 Prozent. Für die Mehrheit reicht das Geld gerade aus, um über die Runden zu kommen. Ein Fünftel denkt über einen Berufswechsel nach. (TT, APA)

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