Die Chefs von morgen sind gebildet und selbstständig

Laut einer Studie glauben Jugendliche, dass Bildung in Zukunft noch wichtiger, die Arbeitszeit länger und Selbstständigkeit zur Norm wird.

Wien –Massenproteste­ in Griechenland, Rekordarbeitslosigkeit unter Jugendlichen in Spanien­ – die Bilder, die junge Menschen heute im Fernsehen sehen, sind vor allem­ beängstigend und verunsichernd. Was aber erwarten die Erwachsenen­ von morgen eigentlich von ihrer Zukunft? Um dieser Frage nachzuspüren­, hat die Wiener Julius Raab­ Stiftung versucht, mit dem Projekt „Destination­ Zukunft“ Bilder vom Leben­ und Arbeiten der nächsten­ Generation entstehen zu lassen.

Geht es nach den Vorstellungen der Jugendlichen, wird die Aus- und Weiterbildung im Jahr 2030 den höchsten Stellen­wert genießen – das glauben immerhin 81 Prozent der Studienteilnehmer. Da vor allem eine gute Ausbildung über die Lebenschancen des Einzelnen entscheiden wird, ist der Zugang zur Bildung aber gleichzeitig hart umkämpft. 74 Prozent der Befragten glauben, dass die Kluft zwischen Bildungsgewinnern und Bildungsverlierern noch größer­ sein wird als heute.

Die jungen Menschen von heute glauben, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit weiter verschwimmen werden: „Bildung ist individueller organisiert, über das gesamte Leben verteilt und vermehrt Privataufgabe mit gemischter Finanzierung, wie Gutscheine des Staates, Beiträge aus der Privatwirtschaft und der Eltern“ – das glauben knapp 81 Prozent der jungen­ Leute. Bis die Chefs von morgen ihre Arbeit antreten, tut sich auch gesellschaftlich noch einiges­: Am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft sind Frauen und Männern im Jahr 2030 gleichgestellt, sind sich 86 Prozent der Befragten sicher.

Immerhin 63 Prozent der Jugendlichen rechnen damit, dass ihr künftiges Erwerbsleben einige­ Jahre­ länger dauert als das ihrer Eltern. Die Jugendarbeitslosigkeit werde durch die demographische Entwicklung aber überwunden sein, und durch technologische Entwicklungen hält in der Arbeitswelt mehr Mobilität und Flexi­bilität Einzug (65 Prozent), glauben die Befragten. Ein großes Thema­ der künftigen Arbeitswelt ist demnach auch die Selbstständigkeit – nach der Meinung der Jugendlichen (72 Prozent) wird sie zur Selbstverständlichkeit und viel positiver wahrgenommen. (TT)

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