18 Schafe gerissen und nach Südtirol geflüchtet

Der junge Braunbär „M13“ ist nach seinen Streifzügen durchs schweizerische Engadin und die Provinz Sondrio wieder zurück in Südtirol.

Bozen, Innsbruck – Braunbär Sam hat Ärger am Hals. Nein, mit seinem Halsband ist dieses Mal alles in Ordnung. Aber das freche zweieinhalbjährige Bärenmännchen hat aus seinen Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt. Und ist weiterhin so gar nicht menschenscheu. Zuletzt hat er in der Schweiz 18 Schafe gerissen. Bevor er dort Ärger bekam, ist er jetzt nach Südtirol zurückgekehrt.

Seit vorgestern befindet sich M13 alias Sam wieder im Vinschgau. Nach seiner Tour durch die Provinz Sondrio und dem schweizerischen Engadin kam Sam zurück und wurde auf den Almen um Trafoi gesehen. Dort riss er auch gleich zwei Schafe, von denen eines verendete, das andere schwer verletzt wurde.

„Dieser Bär hat in der Vergangenheit wenig Scheu vor Menschen gezeigt“, sagt Giorgio Carmignola vom Landesamt für Fischerei und Jagd in Bozen. Nachdem Sam Anfang Mai auf seiner Wanderung in der Schweiz mit einem Zug kollidiert war, wurde es einige Zeit ruhig um das freche Tier. Von seinem Schock hat er sich jetzt aber wohl erholt. Denn in der Schweiz wilderte M13 und schrieb damit einmal mehr Schlagzeilen.

Bei seinem zweiwöchigen Aufenthalt im Puschlavtal

Schweiz riss er mindestens 18 Schafe. Das veranlasste die Vereinigung „Freunde der Alpen und der Berge“ zu einem Schreiben, in dem der Abschuss des Braunbären gefordert wurde.

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Die grenzüberschreitende Vereinigung verlangte laut Berichten des Internetportals südostschweiz.ch, dass die Schweizer Regierung ihren Angestellten Weisung gibt, „auf Beseitigung, Abschuss oder auf Zurückversetzung von M13 in einen Park, woher er gekommen ist“.

Dieses Problem hat sich vorerst erledigt, denn Sam hat sich vorerst einmal nach Südtirol abgesetzt. Mittels seines Halsbandes, das er immer noch um den Hals trägt, kann er aber geortet werden.

„Wir werden von den Schweizer Behörden, die den Bären mit dem Sender ausgestattet haben, täglich über den Aufenthalt von M13 informiert“, sagte Carmignola in einer Aussendung am Freitag. (TT, ale, mw)


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