Holub tritt im Herbst zurück

Der SPÖ-Langzeitbürgermeister Wolfgang Holub aus Jenbach wird im Herbst aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten.

Von Michael Mader

und Walter Zwicknagl

Jenbach –Seit dem Jahr 1945 verfügt die SPÖ im Jenbacher Gemeinderat über die Mehrheit. Bei den Gemeinderatswahlen 2010 hat die SPÖ die absolute Mehrheit verloren, war mit 9 von 19 Mandaten aber immer noch die stimmenstärkste Fraktion. Ende Mai des Vorjahres wurde aber ein Mandatar aus der Partei ausgeschlossen.

Seit mittlerweile 22 Jahren leitet Wolfgang Holub (SPÖ) als Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde. Schon lange wird in der Unterländer Gemeinde aber über einen Rücktritt des Langzeitbürgermeisters geredet. Holub selbst redet im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung Klartext: „Meinen Rücktritt werde ich zum rechten Zeitpunkt im Laufe des Herbstes bekannt geben. Mein Rücktritt wird wegen gesundheitlicher Probleme erfolgen“, erklärt Holub. Jetzt solle man ihm aber die Zeit lassen, sich entsprechend darauf vorzubereiten. Mehr war auch schon vor zwei Monaten vom Jenbacher Gemeindechef nicht zu erfahren.

Wie geht es in der Marktgemeinde aber weiter? Sicher ist, dass das Wahlvolk wieder zur Wahlurne gerufen wird. Nach dem Rückzug von Holub, der auch Vorstandsdirektor der Zillertalbahn ist, wird der 1. Vizebürgermeister Dietmar Wallner (VP) bis zu Neuwahlen die Agenden als Bürgermeister übernehmen. Wer aus der SP-Riege in die Fußstapfen des Langzeitbürgermeisters treten will, ist seit Wochen Ziel von Spekulationen. Kein Kandidat für das Bürgermeisteramt wird jedenfalls FP-Listenführer Hans Margreiter sein, wie er vor einigen Tagen mitteilte. Seine beruflichen Herausforderungen bei der Tiwag würden ihm eine zusätzliche Aufgabe unmöglich machen.

„Ich vermute, dass im Jänner oder Februar gewählt wird. Für den Advent wird man kaum Wahlen ausschreiben“, sagt Dietmar Wallner. Sechs Wochen habe die BH Schwaz nach dem offiziellen Rücktrittsschreiben des Bürgermeisters Zeit, einen Wahltermin anzusetzen. Eine direkte Bürgermeisterwahl durch den Gemeinderat wäre nur möglich gewesen, wenn der Rücktritt nach dem März 2014 erfolgt wäre.


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