Streunen erlaubt, jagen nicht

Kolsass – Ein kurioser Rechtsstreit um die Freiheiten bzw. Grenzen des jagenden Katers „Helli“ aus Kolsass hat jetzt mit einem Sieg für den ...

Kolsass –Ein kurioser Rechtsstreit um die Freiheiten bzw. Grenzen des jagenden Katers „Helli“ aus Kolsass hat jetzt mit einem Sieg für den Katzenbesitzer geendet. Wie berichtet, wollte der benachbarte Kaninchenhalter dem Kater das Streunen in seinem Garten gerichtlich verbieten lassen. Dies umso mehr, als „Helli“ bereits einmal zwei Kaninchen in Nachbars Garten zur Strecke gebracht hatte – wofür seine Besitzer zu Schadenersatz verurteilt worden waren.

Doch das Haller Bezirksgericht folgte in seinem aktuellen Urteil der Aufsehen erregenden Aufhebung des Streunerverbots für Katzen durch den Obersten Gerichtshof im November 2011, wonach das Herumschweifen von Katzen auf Fremdgrund ortsüblich sei, solange nicht der Substanzwert gefährdet werde. Der Halter der Kaninchen müsse selbst für deren Sicherheit sorgen, die nicht nur durch Katzen, sondern auch durch Greifvögel oder Füchse bedroht seien, heißt es in dem Urteil.

Für den Haller Rechtsanwalt Johannes Margreiter als Vertreter der Katzenhalter war Kater „Helli“ der erste Anwendungsfall des Streunerurteils und der Ausgang damit erwartbar. Der Anwalt der Gegenseite kündigte Berufung an, weil der Katzenhalter seine Aufsichtspflicht verletzt habe. Für „Helli“ lautet das Motto bis zu einer anderen Entscheidung: streunen ja, Hasen töten, nein. (cm, APA)

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