Polizei ermittelt gegen Falschgeld-Schmuggler

Innsbruck – Verbrechen der Geldfälschung, Verbreitung von Falschgeld: So lautet der Verdacht gegen einen 19-jährigen Tschetschenen. „Gegen d...

Innsbruck –Verbrechen der Geldfälschung, Verbreitung von Falschgeld: So lautet der Verdacht gegen einen 19-jährigen Tschetschenen. „Gegen den Mann wurde die Untersuchungshaft verhängt, er befindet sich in der Justizanstalt“, bestätigt Hansjörg Mayer, Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft.

Aufgeflogen ist der Asylwerber am vergangenen Wochenende bei einer Polizeikontrolle. Der Tschetschene war mit einem Nordafrikaner in Innsbruck unterwegs, als er von den Beamten angehalten wurde. Die Polizisten suchten eigentlich nach Suchtgift.

Tatsächlich gefunden haben die Beamten allerdings jede Menge Bargeld, hauptsächlich 20-Euro-Noten, aber auch einige Hunderter. Insgesamt war der Asylwerber im Besitz von etwa 4000 Euro.

Viel Geld für einen 19-Jährigen. Geld, das sich eigenartig anfühlte.

Die Folge: Die Polizisten schöpften Verdacht und legten einige Scheine in ein Banknoten-Prüfgerät.

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Das Ergebnis: Bei den 20- und 100-Euro-Noten handelte es sich um Fälschungen. Die Qualität der Blüten war beachtlich.

Wie die weiteren Ermittlungen ergaben, arbeitete der 19-Jährige offenbar als Falschgeld-Schmuggler. Die Blüten dürften aus Italien stammen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Tschetschene die Euroscheine im Auftrag von Hintermännern über den Brenner nach Tirol brachte. Bezahlt wurde er angeblich mit echtem Geld. Aber er erhielt auch Blüten, um sie in Innsbruck zu verteilen.

Wer die Auftraggeber für den Schmuggel sind, ist derzeit noch unklar. Wie‘s ausschaut, stammt das Falschgeld aus einer professionellen Fälschungswerkstatt.

Die Ermittler prüfen allerdings auch, ob der Verdächtige für weitere Straftaten verantwortlich ist. Möglicherweise zählen auch Einbrüche zum Betätigungsfeld des Schmugglers. (tom)


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