Anklage nach Tod von Kleinkind bei Exorzismus-Ritual in Malaysia

Die Eltern und fünf weitere Familienmitglieder sollen das Mädchen erstickt haben. Alle sieben Angeklagten plädierten auf nicht schuldig.

© TT / Thomas Böhm (Symbolfoto)

Kuala Lumpur - Nach dem Tod eines Kleinkinds bei einem mutmaßlichen Exorzismus-Ritual in Malaysia sind die Eltern und fünf weitere Familienmitglieder angeklagt worden. Ihnen werde vorgeworfen, das knapp dreijährige Mädchen Anfang August in ihrem Haus in der Stadt Bukit Mertajam erstickt zu haben, berichteten mehrere malaysische Zeitungen am Freitag. Laut Polizei legten sich die Angehörigen bei der Zeremonie zusammen auf das Kind und hielten es so 20 Stunden lang unter einer Decke fest, um böse Geister zu vertreiben.

Alle sieben Angeklagten - neben den Eltern, eine Großmutter, eine Tante, ein Onkel und zwei Cousins - plädierten auf nicht schuldig. Im Falle einer Verurteilung drohen den Eltern bis zu zehn Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe, den anderen Familienmitgliedern bis zu zwei Jahre Haft und eine Geldstrafe. Bis zu einer Anhörung am 13. September kamen alle Angeklagten gegen Kaution frei. (APA/AFP)

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