Ryanair: Gefahr durch zu wenig Treibstoff?

Hamburg – Die irische Billig-Fluggesellschaft Ryanair wehrt sich jetzt gegen Vorwürfe des spanischen Verbraucherschutzes. Ryanair-Chef Micha...

Hamburg –Die irische Billig-Fluggesellschaft Ryanair wehrt sich jetzt gegen Vorwürfe des spanischen Verbraucherschutzes. Ryanair-Chef Michael O‘Leary sagte in der Financial Times Deutschland, dass die Notlandungen der drei Ryan­air-Flieger am 26. Juli im spanischen Valencia diesen Jahres „außergewöhnliche Ereignisse“ waren. Ein Sprecher hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass alle Ryanair-Maschinen mit der vorgeschriebenen Menge Treibstoff – also Sprit für 30 Minuten Flugzeit oder 300 Flugmeilen nach der geplanten Landezeit – fliegen.

Im Auftrag des Verkehrsministeriums ermittelt die spanische Flugsicherheitsbehörde derzeit gegen Ryanair. Die besagten drei Maschinen des Billigfliegers wurden wegen schlechten Wetters von Madrid nach Valencia umgeleitet. Dort hatten die Maschinen den Notruf Mayday abgegeben, da die Kerosinmenge ein vorgeschriebenes Minimum erreicht hatte. Spanische Verbraucherschützer reichten daraufhin Klage gegen Ryanair ein. Der Verbraucherschutz-Verband CEACCU fordert eine Strafe von 4,5 Mio. Euro und den Entzug der Betriebserlaubnis für drei Jahre.

Notlandungen sind nach Angaben des Ryanair-Chefs Teil des Sicherheitssystems. „Wenn eine Airline Mayday ausruft, dann ist das keine Notsituation, sondern ein vorgeschriebenes Verfahren für eine bevorzugte Landung“, sagte er. Die Airline, die vergangenen Oktober wegen der Verringerung ihrer WC-Anzahl für Kritik sorgte, fliegt in Österreich von den Flughäfen Graz, Linz, Klagenfurt und Salzburg und ab dem bei Tirolern beliebten Flughafen Memmingen/ München West. (APA, dpa)


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