Kommission soll Unruhen in Burma untersuchen

Burmas Regierung hat eine neue Kommission eingesetzt, um die ethnischen Unruhen im westlichen Teilstaat Rakhine zu untersuchen. Wie die Staatszeitung „New Light of Myanmar“ am Samstag berichtete, soll das 27-köpfige Gremium, dem Religionsführer, Künstler und frühere Dissidenten angehören, die „wahren Gründe“ der Unruhen im Juni offenlegen.

Sie sollen die Zahl der Opfer auf beiden Seiten klären und Maßnahmen vorschlagen, um die Spannungen abzubauen und das friedliche Zusammenleben zu fördern. Bereits im Juni hatte die Regierung von Präsident Thein Sein eine Untersuchungskommission eingesetzt, doch wurde ihr Bericht nicht veröffentlicht.

Nach offiziellen Angaben wurden in dem Teilstaat an der Grenze zu Bangladesch bei den Zusammenstößen zwischen den muslimischen Rohingya und einheimischen Buddhisten rund 80 Menschen getötet - überwiegend Rohingya. Rund 70.000 Menschen wurden bei den Ausschreitungen, in deren Zuge ganze Dörfer zerstört wurden, aus ihren Häusern vertrieben.

Die Bevölkerung in Burma ist zu 89 Prozent buddhistisch, doch gibt es rund vier Prozent Muslime, davon schätzungsweise 750.000 Rohingya. Diese besitzen nicht die burmesische Staatsangehörigkeit und sind in ihren Rechten stark eingeschränkt. Die UNO sieht die Rohingya als eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch warf Anfang August den Sicherheitskräften vor, nicht gegen Übergriffe auf die Muslime eingeschritten zu sein und selbst Gewalttaten begangen zu haben.


Kommentieren


Schlagworte