Pressefreiheitsorgansiation IPI übt Kritik an FPK

Die Behinderung der Arbeit des APA-Fotografen Gert Eggenberger durch FPK-Politiker sorgt nun auch für internationale Reaktionen.

Die Behinderung der Arbeit des APA-Fotografen Gert Eggenberger durch FPK-Politiker sorgt nun auch für internationale Reaktionen. Das Internationale Presse Institut (IPI) hat Freitagabend in einer Aussendung Kritik an der Behandlung Eggenbergers durch weit rechtsstehende Kärntner Politiker geübt. Eggenberger war am Donnerstag von der FPK aus dem Kärntner Landtag geworfen worden.

Danach sah sich auch noch FPK-Chef Kurt Scheuch durch den APA-Fotografen bedrängt und provoziert. Von der APA-Chefredaktion und Journalistenvertretern wurde diese Darstellung zurückgewiesen.

In seinem weltweiten Newsletter schildert das IPI die jüngsten Vorgänge in Kärnten und weist darauf hin, dass von den Fernsehsendern ATV und ORF gezeigte Aufnahmen „eine ganz andere Geschichte“ erzählen würde, als die von FPK-Chef Scheuch gegen Eggenberger vorgebrachten Vorwürfe. Scheuch hatte darüber geklagt, dass sich der Fotograf nur wenige Zentimeter vor ihm aufgebaut und ihm mehrmals in die Augen geblitzt habe. Auf den ATV-Bildern war indes zu sehen, dass Scheuch selbst auf den Bildreporter zuging, der im übrigen keinen Blitz montiert und während der Aufnahmesequenz auch keinen Blitz eingesetzt hatte. Auch der Umstand, dass Eggenberger bereits vor einigen Wochen durch den zurückgetretenen FPK-Politiker Uwe Scheuch von einer Pressekonferenz ausgeschlossen wurde, wird vom IPI kritisiert.

Unterdessen erklärte sich die Klagenfurter Bezirksrichterin Gabriela Kropf im Verfahren gegen Kurt Scheuch wegen Beamtenbeleidigung für befangen. Wie die „Kleine Zeitung“ am Samstag berichtete, ist das Opfer in dem Fall nämlich ihr Richterkollege Christian Liebhauser-Karl, der Scheuchs Bruder Uwe 2011 in der „Part of the game“-Affäre erstinstanzlich verurteilt hatte. Kurt Scheuch wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, Richter Liebhauser-Karl als „Kröte“ bezeichnet zu haben. Im Falle einer Verurteilung drohen Scheuch bis zu drei Monate Haft oder eine Geldstrafe. Nach Kropfs Nein wandert der Akt nun zu Richterin Margot Wenger.


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