Sparaufschub könnte Griechen-Wirtschaft ankurbeln

Griechenland verspricht sich von einem zeitlichen Aufschub für seine Sparvorgaben einem Zeitungsbericht zufolge eine schnellere Erholung von der Schuldenkrise. Die das fünfte Jahr in Folge in der Rezession steckende Wirtschaft könnte nach Berechnungen der Regierung schon 2014 wieder wachsen, sollte das Land wie gefordert zwei Jahre mehr Zeit zum Erreichen der Defizitziele erhalten.

Demnach sei im nächsten Jahr mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung von 1,5 Prozent und einem Wachstum von zwei Prozent 2014 zu rechnen, schrieb das Blatt „Imerisia“ am Samstag unter Berufung auf nicht genannte Vertreter des Finanzministeriums. Ohne die Fristverlängerung sei 2013 ein Minus von 4,5 Prozent und eine Erholung nicht vor 2015 zu befürchten.

Bisher schreiben die mit schmerzhaften Einschnitten verbundenen Sparvorgaben der Geldgeber von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds einen Abbau des Defizits unter die EU-Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis Ende 2014 vor, von geschätzten 9,3 Prozent im heurigen Jahr. Gegner der harten Auflagen kritisieren, dass damit auch die Wirtschaft weiter abgewürgt wird.

Ministerpräsident Samaras dürfte für einen Fristaufschub auch bei seinem Treffen mit Eurogruppen-Chef Juncker am Mittwoch in Athen und seinem Besuch bei der deutschen Bundeskanzlerin Merkel am Freitag in Berlin werben.

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