Camper in der Toskana mussten vor Feuer flüchten

Rom – Im Mittelmeerraum wüten weiterhin ungewöhnlich viele Waldbrände. Am Samstagabend mussten in der Toskana 1100 Gäste des Campingplatzes ...

Rom –Im Mittelmeerraum wüten weiterhin ungewöhnlich viele Waldbrände. Am Samstagabend mussten in der Toskana 1100 Gäste des Campingplatzes „Il Sole“ bei Marina di Grosseto vorsorglich evakuiert werden. Die meisten von ihnen verbrachten die Nacht in einem Einkaufszentrum. Am Sonntag waren die Brände jedoch großteils unter Kontrolle. Drei Löschflugzeuge und drei Hubschrauber halfen der Feuerwehr aus der Luft. Das Feuer war an verschiedenen Stellen entstanden, was auf Brandstiftung schließen lässt. Auch zwei weitere Campingplätze in der Toskana waren am Wochenende in Gefahr.

Seit Jahresbeginn wurden allein in Italien 5275 Brände gemeldet. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In den meisten Fällen wird von Brandstiftung ausgegangen. Dahinter stehen nach Medienberichten oft Grundstücksspekulationen, nicht selten soll die Mafia involviert sein. In anderen Fällen sollen Brandstifter Aufforstungsprogramme erzwingen wollen, die Arbeitsplätze für die lo- kale Bevölkerung bedeuten.

Auch in anderen südlichen Ländern lodern die Brände weiter. Auf der ostgriechischen Insel Chios mussten am Wochenende die Bewohner dreier Dörfer in Sicherheit gebracht werden. Auch in Griechenland soll häufig Brandstiftung die Ursache für verheerende Feuer sein. Dasselbe gilt für die zu Spanien gehörende Kanaren-Insel La Gomera, wo die Brände bisher ein Fünftel des berühmten Nationalparks vernichtet haben. (TT, dpa, APA, AFP)

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