Anti-Saakaschwili-Kundgebung in Georgien

In der georgischen Stadt Rustawi haben am Sonntagabend nach Oppositionsangaben etwa 20.000 Menschen gegen Präsident Micheil Saakaschwili demonstriert. „Wir werden einen gerechten Staat aufbauen, in dem sich die Regierung kümmert“, versprach der Chef der oppositionellen Partei Georgischer Traum, der Milliardär Bidsina Iwanischwili, Medienangaben zufolge bei der Kundgebung.

Sechs Wochen vor der Parlamentswahl in der Ex-Sowjetrepublik im Südkaukasus hatte die Opposition der Regierung die Beschlagnahmung ihres gesamten Vermögens vorgeworfen. Allein in den vergangenen Tagen seien umgerechnet mehr als 50.000 Euro von Konten verschiedener Parteien eingezogen worden, die ein Bündnis mit Iwanischwili eingegangen sind, sagte ein Parteisprecher dem Internetportal civil.ge zufolge. Damit wolle die Führung einen fairen Wahlkampf und eine freie Abstimmung am 1. Oktober verhindern.

Die Behörden teilten dagegen mit, mit dem Geld solle eine Strafe von umgerechnet 1,2 Millionen Euro wegen illegaler Parteienfinanzierung beglichen werden. Regierungsgegner werfen Präsident Saakaschwili autoritäre Methoden vor.


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