Pedrosa gewann MotoGP in „Indy“ - Stoner biss sich durch

Weltmeister Casey Stoner biss sich trotz schwerer Verletzungen durch und wurde Vierter.

Indianapolis - Dani Pedrosa hat Fahrt aufgenommen. Der 26-jährige Spanier dominierte am Sonntag den Motorrad-Grand-Prix von Indianapolis. Der Honda-Pilot holte mit fast elf Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Jorge Lorenzo seinen zweiten Saisonsieg in der MotoGp-Klasse - und verkürzte seinen Rückstand auf den WM-Leader auf 18 Zähler. Held des Tages war aber Weltmeister Casey Stoner, der trotz einer schweren Knöchelverletzung Vierter wurde.

Stoner hatte am Vortag im Abschlusstraining einen kapitalen Sturz gebaut. Mehrere Knochenabsplitterungen und Bänderrisse im rechten Sprunggelenk waren die Folge. Der Australier ließ sich davon nicht von einem Start abbringen, quälte sich mit Schmerzmitteln und einem Spezialschuh auf seine Maschine und hielt den Schaden in der WM in Grenzen. 39 Punkte fehlen dem Titelverteidiger nach 11 von 18 Rennen auf Lorenzo. Das nächste steigt bereits kommenden Sonntag unweit der österreichischen Grenze in Brünn (Brno).

Lorenzo setzte seine Serie fort, landete in allen bisherigen Rennen mit Ausnahme von Assen unter den ersten zwei. Als erster Verfolger des Weltmeisters von 2010 brachte sich dessen Landsmann in Position. Pedrosa fuhr dem WM-Leader auf und davon. „Es war ein gutes Wochenende“, sagte der aus der Pole Position gestartete Katalane nach seinem 17. MotoGP-Sieg, dem zweiten in dieser Saison nach dem Grand Prix von Deutschland Mitte Juli auf dem Sachsenring.

Pedrosa fährt in der Form seines Lebens. Im Vorjahr hatte ihn ein im Mai erlittener Schlüsselbeinbruch um seine WM-Hoffnungen gebracht, nun witterte er seine Chance auf seinen ersten Titel in der Königsklasse. „Ich habe mich sehr gut gefühlt“, versicherte Pedrosa. Am ehesten hätte ihn der US-Amerikaner Ben Spies gefährden können, dessen Yamaha gab aber mit Motorschaden den Geist auf.

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Ex-Weltmeister Nicky Hayden trat zum Heimrennen nicht an, weil er wie Stoner und Landsmann Spies im Qualifying gestürzt war. Hayden zog sich dabei zwei Brüche an der Hand zu. Rekordweltmeister Valentino Rossi musste sich mit Rang sieben begnügen. Die Tagessiege gingen auch in den kleineren Klassen an Spanien. In der Moto2 baute Marc Marquez seine WM-Führung weiter aus, in der Moto3 landete Landsmann Luis Salom vor den beiden Deutschen Sandro Cortese und Jonas Folger seinen Premierensieg. (APA)


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