18.500 €: Tiroler klagte spanische Gewinnzusage erfolgreich ein

Der Kläger hat zwar den bestellten Artikel erhalten, von einer Gewinnauszahlung wollte das Versandhaus allerdings nichts wissen.

Innsbruck - Den von einem spanischen Versandhaus in Aussicht gestellten Gewinn in der Höhe von 18.500 Euro hat ein Tiroler erfolgreich eingeklagt. Nach Angaben des Landesgerichts Innsbruck vom Montag hatte der Kläger zwar den bestellten Artikel erhalten, von einer Gewinnauszahlung wollte das Versandhaus allerdings nichts wissen. Die Entscheidung des Landesgerichtes wurde vom Oberlandesgericht bereits bestätigt, ein weiterer Rechtszug ist nicht zulässig.

Wie in der Gewinnmitteilung angeführt klebte der Tiroler die Los-Marke auf das auf der Bestellmarke vorgesehene Feld und schickte diese an das angegebene Postfach in Salzburg. Tatsächlich hatte das Gewinnspiel bereits Monate vorher stattgefunden, der Preis war an ein anderes Los gegangen.

Nach Ansicht des Gerichtes hätten Unternehmer, die Gewinnzusagen oder andere vergleichbare Mitteilungen an Verbraucher senden und den Eindruck erwecken, dass der Verbraucher einen bestimmten Preis gewonnen habe, dem Verbraucher auch diesen Preis zu leisten. Das Versandhaus, das sich in Österreich von einem Rechtsanwalt vertreten ließ, habe den Eindruck vermittelt, dass der Tiroler bereits gewonnen habe. Er habe nur mehr durch die Einsendung der Los-Marke seinen Gewinnanspruch geltend machen müssen, urteilten die Richter. Der Tiroler darf sich demnach nicht nur über den bestellten Artikel, sondern auch den Geld-Gewinn freuen. (APA)


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