Peer tüftelt mit Firma an Gemeinden-Zukunft

Von Nina Werlberger...

Von Nina Werlberger

Innsbruck –Der ehemalige Innsbrucker SPÖ-Stadtrat und Bau-Manager Walter Peer wird Gemeindeberater. Mit Unterstützung von Swarco-Boss Manfred Swarovski, der Ortner-Gruppe und der Tiroler Versicherung hat er kürzlich in Innsbruck die Beraterfirma „Communalp“ ins Leben gerufen.

Nach seinem Abschied vom Immobilien-Entwickler PEMA hat Peer rund ein Jahr an seiner neuen Firma getüftelt. Das Konzept: Gemeinsam mit einer Gemeinde sucht er nach Entwicklungschancen. Inhaltlich kann es dabei um eine neue Schule, ein Freizeitzentrum oder Infrastruktur-Projekte gehen. Erhoben wird, wo es noch freie Flächen gibt oder welche Gebäude man besser nützen könnte. Verdienen will Peer an seiner Beratung erst, wenn ein Plan umgesetzt wird. „Es geht immer darum, ein konkretes Projekt zu realisieren, und nicht darum, Konzepte zu schreiben. Wenn ein Projekt nicht durchgeführt wird, dann zahlt die Gemeinde auch nichts“, erklärte Peer.

Einen ersten Auftrag hat er in Mieders an Land gezogen, wo „Communalp“ derzeit gemeinsam mit der Bevölkerung die Stärken und Schwächen der Gemeinde analysiert. Falls es zur Umsetzung etwa einer neuen Schule kommt, will Peer damit rund 100.000 Euro lukrieren. Ähnliche weitere Projekte habe er mehrere in Planung. „Die Auftragsbücher sind voll“, erklärte Peer im TT-Gespräch. Konkretes wollte er noch nicht nennen.

Peers Idee ist es, mehr Struktur in die Entwicklung der Tiroler Gemeinden zu bringen. „Die Bürgermeister sind oft zeitlich, finanziell und strukturell überfordert. Das weiß ich auch selbst aus meiner Zeit als Politiker“, erklärte Peer. Er will forcieren, dass benachbarte Orte stärker zusammenarbeiten. „Es braucht heute nicht jede Gemeinde ihr Pflegeheim“, meinte Peer. Er übernehme Aufträge auch nur unter der Prämisse, dass Synergien genützt würden.

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Zusammenarbeiten will Peer mit einer Reihe von Konsulenten und Kooperationspartnern – darunter etwa die Hypo Tirol, die Standortagentur oder Borsdorf.


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