25 Jahre Dirty Dancing und Baby hebt immer noch ab

New York – Mit einer Wassermelone fing alles an. „Wer ist denn die da?“, fragt der blendend aussehende Tanzlehrer Johnny in der engen schwar...

New York –Mit einer Wasser­melone fing alles an. „Wer ist denn die da?“, fragt der blendend­ aussehende Tanzlehrer Johnny in der engen schwarzen Hose und dem offenen­ weißen Hemd, als er die 17-jährige Baby zum ersten Mal sieht. „Ich habe eine­ Wasser­melone getragen“, stottert­ sie mit der Zutat für eine Bowle in den Händen.

Ein holpriger Start, aber nach einigem „Dirty Dancing“ und Hebefiguren im See kommen sich Johnny und Baby näher und werden zu einem der berühmtesten Paare der Filmgeschichte. Heute vor 25 Jahren sagte Johnny im Kino erstmals den alles entscheidenden Satz: „Mein Baby gehört zu mir.“

Der bis heute andauernde­ Erfolg des Films war nicht vorherzusehen: Mit kleinem Budget und weitgehend unbekannten Schauspielern wurde der Tanzklassiker in nur sechs Wochen Drehzeit aus dem Boden gestampft. Die Produzenten zeigten sich mit dem Ergebnis nicht sonderlich zufrieden, stimmten aber einer Veröffentlichung zu. Und dann das: Weltweit spielte der Film 1987 170 Millionen Dollar (etwa 140 Millionen Euro) ein und damit fast das Dreißigfache­ seines Budgets. Zum ersten Mal wurden mehr als eine Million­ Videokassetten von einem Film verkauft und Tanzschulen­ weltweit meldeten steigende Anmeldungszahlen.

Die Geschichte der unschuldig-naiven, aber stets hilfs­bereiten und mutigen Baby („Ich dachte, dass ich nie einen Jungen kennen lernen würde, der so toll ist wie mein Vater“), die sich in ihren Familien-Sommerferien in den äußerlich coolen, aber innerlich zerrissenen Tanzlehrer Johnny­ verliebt, begleitete viele Jugendliche in ihrer Pubertät. Die Schauspieler­ Jennifer Grey und Patrick Swayze wurden fast über Nacht zu Superstars.

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Tausende Fans weltweit wollten so tanzen wie sie. „Der Film wurde mit sehr viel Herz gemacht“, sagte Grey vor Kurzem in einem Interview. Besonders Swayze ließ Mädchen und Frauen reihenweise dahin­schmelzen: Wie er Baby­ im See die Hebefigur beibringt, so wollten es Tausende Paar nachahmen und scheiterten oft kläglich. Dieser Tage versuchen viele es beim „Dirty Dancing“-Festival in North Carolina wieder. Ein eigener Hebefiguren-Wettbewerb ist nur ein Programmpunkt, der den Film in die Wirklichkeit holt.

Der Krebstod des 57-Jährigen Patrick Swayze im Jahr 2009 wurde dort und auch weltweit beweint. Aber noch heute lassen sich Millionen Fans von Swayze die perfekten „Dirty Dancing“-Bewegungen erklären. „Nicht so steif! Locker runter in die Knie! Sieh mir in die Augen! Und jetzt mit der Hüfte richtig rollen“, weist er Baby an. „Das ist ein Gefühl, das muss von Herzen kommen.“ (TT, dpa)


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