Schleppender Schlecker-Neustart

Wien – Die Umwandlung der Drogeriekette Schlecker in den Nahversorger „dayli“ geht offenbar nur schleppend voran, wenngleich Neo-Eigentümer ...

Wien –Die Umwandlung der Drogeriekette Schlecker in den Nahversorger „dayli“ geht offenbar nur schleppend voran, wenngleich Neo-Eigentümer Rudolf Haberleitner gestern erstmals in mehreren heimischen Tageszeitungen großflächig inserieren ließ. „Bei uns ist mehr für Sie drin“, heißt es in dem Inserat.

Doch gerade das Konzept, neben Drogerieartikeln und Lebensmitteln unter anderem auch Putzerei- und Postdienstleistungen sowie Homeshopping anzubieten, stößt bei Kreditversicherern auf Skepsis. „Wir fürchten, dass die Verkaufsflächen dafür zu klein sind. Wir fragen uns, wie das logistisch erfolgen soll“, sagte Prisma-Chefin Bettina Selden im Ö1-Mittagsjournal. Warenkreditversicherungen wurden bis jetzt noch immer nicht übernommen. Das bedeutet, dass daily die Lieferungen sofort bar bezahlen muss.

In Deutschland könnten rund 1000 umsatzstarke Filialen der insolventen Schlecker-Kette als so genannte Mini-GmbH weitergeführt werden. In Baden-Württemberg sollten ab Oktober drei Filialen zeigen, dass dieses Modell funktioniere, sagte Gewerkschaftssekretärin Christina Frank. Ist das Modell erfolgreich, könnten bundesweit 4000 Arbeitsplätze gerettet werden. (APA, AFP)

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