Toyotas Pick-up-Legende lebt

Der Hilux hat bei Toyota schon Tradition. Seit über 45 Jahren stellt er seine Ausdauer nicht nur in schwerem Gelände unter Beweis. Dabei zeigt das Arbeitstier durchaus Lifestylequalitäten.

Innsbruck – Pick-up-Trucks: Früher kannte man die Lastentiere unter den Automobilen hauptsächlich aus dem Fernsehen. Filme wie „Lethal Weapon“ oder „Transformers“ prägten das Image dieser Autos maßgeblich – auch in Europa. Als man 1985 in „Zurück in die Zukunft“ einen DeLorean als Zeitmaschine über die Leinwände driften sah, hätten manche trotzdem lieber den Toyota Pickup SR5 in der Garage stehen gehabt, mit dem Marty McFly in der Gegend herumfuhr. Heute wie damals sind sie vor allem eines: starke Autos für harte Jungs.

In den vergangenen Jahren kam aber auch abseits der Mattscheibe Bewegung in die Pick-up-Szene. Wir haben das zum Anlass genommen, den Nachkommen des Toyota SR5 in seiner Top-Ausstattung genauer unter die Lupe zu nehmen: den Toyota Hilux 3,0 mit Fünf-Gang-Automatik, Doppelkabine und City-Ausstattung.

Toyota hat seiner Pick-up-Legende heuer noch einmal eine Frischzellenkur verpasst, bevor es Ende 2013 in die nächste Runde geht. Groß, wuchtig und selbstbewusst – so tritt er auf und scheint wie gemacht für Heldentaten. Die markante Frontpartie bekam einen glänzenden Chromgrill verpasst und auf der Haube sitzt ein großer Lufteinlass. Der Rammbock unseres Lastentiers verleiht dem Auftritt des Hilux das letzte Quäntchen Würze.

Ebenfalls aus Chrom sind die Trittbretter, die uns den Aufstieg in den Innenraum erleichtern. Dort angekommen, sind wir vom Platzangebot erstaunt. Auch in der zweiten Reihe lässt es sich trotz 1,90 Metern Körpergröße leicht aushalten. Falls die Ladefläche einmal nicht reichen sollte, kann man die Rückbank umklappen und den Fond als Stauraum nutzen. Durch die erhöhte Sitzposition ist ausreichend Übersicht gegeben, sodass sich das 5,25 Meter lange Ungetüm ohne Probleme rangieren lässt. Beim Zurücksetzen wird man außerdem von einer Rückfahrkamera unterstützt.

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Das Cockpit unseres Hilux besticht durch eine solide Verarbeitung. Auch wenn Kunststoff das Material der Wahl ist, wirkt der Hilux nicht billig. Der 6-Zoll-Monitor des Touchscreen-Mediasystems mit Bluetooth-Schnittstelle unterstreicht diesen Eindruck.

Gespannt erwecken wir den Dreiliter-Vierzylinder-Diesel zum Leben. Das Nageln des Aggregats dringt nach dem Kaltstart noch geräuschvoll in den Innenraum vor. Mit steigender Betriebstemperatur wird sein Lauf aber kultivierter. 171 PS leistet der Selbstzünder und schickt maximal 343 Nm wahlweise an die Hinterachse oder an alle vier Räder. Entsprechend druckvoll ist der Antritt unseres Pick-ups. Auf trockener Straße fährt sich der Hilux fast wie ein normaler Pkw. Querrinnen und Unebenheiten werden problemlos geschluckt. Auch bei flotteren Kurvenfahrten bleibt das große Gefährt in der Spur, lediglich die Reifen beginnen relativ früh zu heulen. Bei raschen Lastwechseln kann es allerdings sein, dass das Hinterteil in Bewegung kommt.

Im Gelände ist der Hilux nahezu unschlagbar. Mit einem zweiten Schaltknauf lassen sich Allradantrieb und Untersetzung zuschalten. Die Wattiefe von 70 Zentimetern lässt den Hilux nicht einmal vor einem Bachbett zurückschrecken. Etwas zurückgeschreckt sind wir an der Zapfsäule: 11,1 Liter genehmigte sich unser Arbeitstier im Test. Aber wer ein echter Held ist, lässt sich davon sicher nicht abschrecken. (luc)


Kommentieren


Schlagworte