Great Barrier Reef braucht Riesen-Sonnenschirme

Für bestimmte Bereiche im 2000 Kilometer langen Great Barrier Reef vor der australischen Ostküste könnten die riesigen Schattenspender die einzige Chance sein, meint Meeresforscher Ove Hoegh-Guldberg von der Queensland-Universität in Brisbane.

Sydney – Gigantische Sonnenschirme könnten nach Ansicht von Forschern künftig bedrohte Korallenriffe retten. Viele von ihnen seien durch den Klimawandel so massiv gefährdet, dass dringend neue Schutzmethoden entwickelt werden müssten.

Für bestimmte Bereiche im 2000 Kilometer langen Great Barrier Reef vor der australischen Ostküste könnten die riesigen Schattenspender die einzige Chance sein, meint Meeresforscher Ove Hoegh-Guldberg von der Queensland-Universität in Brisbane. Auf diese Weise soll die Korallenbleiche und damit das Absterben der Riffe abgewendet werden.

„Der Umfang und die Schnelligkeit des (Klima-)Wandels dürften größer sein als die Fähigkeit zahlreicher Arten, sich anzupassen und zu überleben“, schrieb der Wissenschafter zusammen mit Kollegen aus den USA in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“.

„Die historisch beispiellosen Bedrohungen der Meereswelt durch immer mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre verlangen wahrscheinlich nach unkonventionellen, nicht mehr nur passiven Methoden, um die Meeres-Ökosysteme zu schützen“, erläuterten die Autoren. Neben den Sonnenschirmen für besonders gefährdete Korallenformationen schlagen sie vor, durch Stromstöße das Wachstum der Riffe zu beschleunigen.

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Australien gehört wegen seiner Kohleindustrie - gemessen pro Kopf der Bevölkerung - zu den größten Kohlendioxid-Emittenten der Welt. Die Regierung will die Emissionen bis 2020 um fünf Prozent unter das Niveau des Jahres 2000 bringen. (APA/dpa)


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