Arbeiten im All: Kosmonauten absolvieren Außeneinsatz an der ISS

Fast sechs Stunden sind zwei Kosmonauten im Einsatz außerhalb der Internationalen Raumstation ISS. Allerdings verzögert zunächst ein Leck die Mission der beiden Russen in der Schwerelosigkeit.

Moskau – „Weltraumspaziergang“ mit Hindernissen: Bei einem knapp sechsstündigen Einsatz im All haben zwei russische Kosmonauten schwierige Arbeiten an der Internationalen Raumstation ISS erledigt. Gennadi Padalka und Juri Malentschenko installierten unter anderem fünf Schutzschilde gegen Meteoriteneinschläge und setzten einen Forschungssatelliten aus. Die anstrengende Mission etwa 400 Kilometer über der Erde hatte mit einer Panne begonnen: Wegen eines Lecks zwischen zwei ISS-Modulen musste der Einsatz in der Schwerelosigkeit zunächst um eine Stunde verschoben werden. Dann sei aber alles gut verlaufen, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau am Dienstag mit.

Zusätzliche Reparaturen am 30. August

Die Kosmonauten waren für ihre Mission in computergestützten Raumanzügen vom Typ Orlan-MK bestens erprobt: Für Padalka war es bereits der neunte und für Malentschenko der fünfte Außeneinsatz. An Bord der ISS überwachten ein weiterer russischer Kosmonaut sowie zwei US-Astronauten und ein japanischer Raumfahrer das 5 Stunden und 51 Minuten lange Manöver am Außenposten der Menschheit.

Bereits für den 30. August ist der nächste „Weltraumspaziergang“ vorgesehen. Dann sollen eine US-Astronautin und ihr japanischer Kollege zusätzliche Reparaturarbeiten vornehmen.

Padalka und Malentschenko brachten auch Behälter mit Pilzsporen, die bisher an der ISS-Außenwand befestigt waren, zur Untersuchung zurück an Bord. Mit ihnen soll der Einfluss der Bedingungen im Weltraum auf biologisches Material untersucht werden.

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Neue Trägerrakte für Mondflüge wird entwickelt

Ein russischer Frachter vom Typ Progress wurde unterdessen gezielt zum Absturz gebracht und verglühte größtenteils in der Atmosphäre. Trümmer des Transporters, der im April Nachschub zur ISS gebracht hatte, seien in den Pazifik gefallen, teilte die Raumfahrtbehörde Roskosmos in Moskau mit.

Ein Sprecher bestätigte zudem Berichte über eine neue Trägerrakete für Mondflüge. In Zusammenarbeit mit den Ex-Sowjetrepubliken Ukraine und Kasachstan soll eine Rakete entwickelt werden, die 70 Tonnen transportieren könne, hieß es. (dpa)


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