Steirerin steckte „Spenden“ für Unwetter-Opfer in eigene Tasche

Die 44-Jährige soll knapp 25 Personen „Spendengelder“ herausgelockt haben. Die Steirerin zeigt sich geständig.

Liezen - Obersteirische Kriminalisten haben eine 44-jährige Frau aus dem Bezirk Liezen ausgeforscht, die nach der Unwetter-Katastrophe von St. Lorenzen im Paltental Geld für die Opfer gesammelt hatte, dieses aber in die eigene Tasche gesteckt hatte. Dies gab die Sicherheitsdirektion Steiermark am Dienstag bekannt. Die Verdächtige hatte sich dabei des Namens einer Hilfsorganisation bedient. Als eine Mitarbeiterin der Organisation davon Kenntnis bekam, erstattete diese Anzeige. Die 44-Jährige zeigte sich geständig.

Am Donnerstag vergangener Woche hatte die Angestellte der Hilfsorganisation bei der Polizei Liezen gemeldet, dass eine unbekannte Frau am selben Tag und am Vortag Spenden für die Opfer der Unwetterkatastrophe in St. Lorenzen im Paltental gesammelt habe, obwohl keinerlei diesbezüglicher Aufruf dazu ergangen war. Im Zuge der Ermittlungen gelang es Beamten der Kriminaldienstgruppe Liezen nach einigen Tagen, die Obersteirerin als Tatverdächtige auszuforschen. Die Frau gestand nach anfänglichem Leugnen, in den Bereichen Selzthal und Liezen etwa 20 bis 25 Personen „Spendengelder“ herausgelockt zu haben. Dabei habe sie rund etwa 200 Euro eingenommen. Als Motiv gab sie akuten Geldmangel an. Die 44-Jährige wurde wegen gewerbsmäßigem Betrug angezeigt. Die Polizeiinspektion Liezen ersuchte Geschädigte, sich unter der Telefonnummer 059133 6340 zu melden. (APA)


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