Standort Tirol

Ausbau von Ikea Innsbruck stockt

Schwedischer Möbelriese fürchtet Leiner nicht, Erweiterungsplan in der Schublade.

Innsbruck –Schon seit mehreren Jahren hegt der schwedische Möbelkonzern Ikea Erweiterungspläne an seinem Standort in Innsbruck, doch die Ausbaupläne sind zuletzt ins Stocken geraten. „Restaurant, Möbelausstellung, Parkplätze und das Lager sollten erweitert werden“, bestätigt Florian Sjöström, seit Mitte Juli neuer Einrichtungshaus-Chef von Ikea Innsbruck. Angedacht ist ein Ausbau von derzeit knapp 12.000 auf 19.000 m² Kundenfläche. „Wirklich konkret sind die Pläne aber derzeit noch nicht“, sagt Sjöström bei der Präsentation des neuen Ikea-Katalogs 2013. Mit den Behörden von Stadt und Land gebe es ein gutes Einvernehmen, konzernintern müsse der Ausbau in Innsbruck aber noch abgesegnet werden.

Dabei war Ikea das einzige der großen Möbelhäuser in Österreich, das in den Turbulenzen der Finanz- und Schuldenkrise und im harten Wettbewerb seine Marktanteile auf derzeit 13,9 % steigern konnte. „In Krisen wachsen bei uns die Umsätze immer, weil sich die Kunden für zuhause etwas Schönes leisten möchten“, erklärt Sjöström. Im Vorjahr kletterte der Umsatz des weltweiten Möbelkonzerns um 6,9 % auf 24,7 Mrd. Euro, der Gewinn legte sogar um 10,3 % auf 9,7 Mrd. Euro zu. Für die einzelnen Möbelhäuser werden keine Geschäftszahlen ausgewiesen, insgesamt zählte Ikea Innsbruck im Vorjahr über 1,3 Millionen Besucher und beschäftigt 280 Mitarbeiter.

Dass sich in Tirol mit dem Markteintritt von Leiner im Herbst der Wettbewerb weiter verschärft, bezeichnet Sjöström als spannend: „Wir fürchten uns nicht vor Leiner“, sagt er, „im Gegenteil, ich gehe davon aus, dass sich Ikea und Leiner gegenseitig neue Besucher bringen werden.“ (bea)

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