Neue 9/11-Anhörungen erst ab Donnerstag

Die nächste Runde im Verfahren gegen die mutmaßlichen Hauptdrahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001 verzögert sich. Der zuständige Militärrichter James Pohl verschob den Beginn mehrtägiger Anhörungen im US-Gefangenenlager Guantanamo Bay auf Kuba um einen Tag von diesem Mittwoch auf Donnerstag, wie das Pentagon mitteilte.

Grund dafür sind demnach Probleme mit Internetverbindungen zwischen New York und Guantanamo Bay, die aber inzwischen behoben seien. Im Mittelpunkt der Hearings stehen rund 25 Anträge zur Gerichtsprozedur. Dabei geht es vor allem um die Frage, in welchem Umfang das Gerichtsverfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten werden soll.

Die Anklage will dem Richter das 75.000 Seiten dicke Beweismaterial nämlich nur übergeben, wenn er für eine entsprechende Geheimhaltung sorgt, insbesondere zu den als Folter kritisierten Verhörmethoden in Guatanamo Bay. Das Hauptverfahren wird frühestens im Mai nächsten Jahres beginnen.

Zu den Angeklagten zählen der mutmaßliche Chefplaner der Anschläge, Khalid Sheikh Mohammed, und Ramzi Binalshibh, der zur Hamburger Zelle um den Todespiloten Mohammed Atta gehörte. Daneben müssen sich Ali Abdel Aziz Ali, Mustafa Ahmed al-Hawsawi und Walid bin Attash vor dem Militärtribunal verantworten. Die Hauptanklagepunkte sind Terrorismus, Flugzeugentführung, Verschwörung und Mord. Im Fall eines Schuldspruchs im Hauptverfahren, das voraussichtlich nicht vor Mai nächsten Jahres beginnen wird, droht den sogenannten „Guantanamo Five“ die Todesstrafe.

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Bei den Terrorattacken in den USA vor mehr als zehn Jahren waren rund 3.000 Menschen ums Leben gekommen.


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