Tatwaffe Kaffeetasse: 70-Jährige soll Ehemann ermordet haben

Die Frau hatte der Polizei gesagt, ihr Mann sei die Treppe hinabgestürzt. Doch Blutspuren überall im Haus ließen die Ermittler an der Version zweifeln.

New York – Wegen Mordes an ihrem Ehemann wurde am Dienstag eine 70-Jährige in New York verhaftet. Bereits im April soll die Frau die Tat begangen haben. Dabei soll sie laut Strafanzeige „persönlich eine tödliche und gefährliche Waffe, nämlich eine Kaffeetasse“ benutzt haben. Das berichtet die New York Times am Dienstag.

Bereits am 17. April kam der Ehemann von Lois Ann Goodman ums Leben. Der Polizei sagte die 70-Jährige damals, ihr Gatte sei im gemeinsamen Haus in Kalifornien die Treppe hinuntergefallen. Doch bei der Spurensicherung fanden die Ermittler jede Menge Blutspuren - im Schlafzimmer des Paares, im Treppenhaus und weiteren Stellen im Haus. Die Menge an Blut und auch, dass es keine Einbruchsspuren gab, ließ die Polizei an der Version der Frau zweifeln: „Es war wahnsinnig viel Blut. Es passte einfach nicht zu einem Treppensturz“, sagte einer der kalifornischen Ermittler gegenüber der New York Times.

Die Polizei ging auf Grund der Spurenlage von Mord aus - und erließ vier Monate später den Haftbefehl. Der Vorwurf: Goodman soll „ihren Ehemann mit einer Kaffeetasse erschlagen haben“. Da sich die 70-Jährige in New York aufhielt - sie arbeitet als professionelle Tennis-Schiedsrichterin bei den US Open - wurde sie dort in ihrem Hotel festgenommen. Sie wird nun nach Kalifornien überstellt. Bei einer Verurteilung droht Goodman lebenslange Haft. (tt.com)


Kommentieren


Schlagworte