EU-Integration, Umwelt und Sicherheit beim Forum Alpbach

Bundespräsident Heinz Fischer und sein kroatischer Amtskollege Ivo Josipovic werden am Sonntag die Politischen Gespräche des Forum Alpbach eröffnen.

Alpbach - Themen wie europäische Integration, „Rio+20 - Die Zukunft unserer Umwelt“, die Ernährung künftiger Generationen und „Europäische Sicherheit im 21. Jahrhundert“ stehen von kommenden Sonntag bis Dienstag (26.-28.8.) bei den Politischen Gesprächen des 68. Europäischen Forums Alpbach auf dem Programm. Eröffnungsredner sind am Sonntagnachmittag (15.00 Uhr) Bundespräsident Heinz Fischer, sein kroatischer Amtskollege Ivo Josipovic und der neue Forumspräsident Franz Fischler.

Im Anschluss an die Eröffnung werden Fischer und Josipovic auch zu einem bilateralen Gespräch zusammenkommen. Zu erwartende Themen sind laut Präsidentschaftskanzlei unter anderem die Euro-Krise und die europäische Integration. Die beiden Staatsoberhäupter waren erst im Juli im Rahmen eines Wien-Besuchs Josipovics zusammengetroffen. Fischer hatte damals in Anwesenheit des kroatischen Staatspräsidenten in der Präsidentschaftskanzlei den EU-Beitrittsvertrag mit Kroatien unterzeichnet.

Zukunft der europäischen Integration steht zur Debatte

Am späten Sonntagnachmittag geht es bei den Politischen Gesprächen um die Zukunft der europäischen Integration. Darüber diskutieren unter anderen der kosovarische Außenminister Enver Hoxhaj und der frühere rumänische Ministerpräsident Mihai-Razvan Ungureanu. Eine Veranstaltung am Abend widmet sich dann dem Thema „Immigrationsland sucht Immigrationspolitik“. Dazu soll es eine Special Lecture des Migrationsforschers Heinz Fassmann geben.

Am Montagvormittag werden zwei EU-Kommissare zu Podiumsgesprächen erwartet: EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs nimmt gemeinsam mit Außenamts-Staatssekretär Wolfgang Waldner (V) an einem Panel über „Rio+20 - Die Zukunft unserer Umwelt“ teil, die für Krisenhilfe zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva spricht zum Thema „Zukünftige Generationen ernähren“. Für den Montagnachmittag ist unter anderem eine Diskussionsveranstaltung über „Europäische Sicherheit im 21. Jahrhundert“ angesetzt.

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„Arabischer Frühling“ am Dienstag im Fokus

Am Dienstag erörtern Vertreter aus der Region den Arabischen Frühling als „Revolution der Erwartungen“. Als Teilnehmer werden unter anderen der ehemalige saudi-arabische Vizebildungsminister und amtierende Generalsekretär des „Internationalen King Abdullah Bin Abdulaziz Zentrums für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog“, Faisal Abdulrahman Bin Muaammar, der frühere jemenitische Vizeaußenminister Abdullah Alsaidi, der Politologe Amr Nabil Hamzawy von der Amerikanischen Universität in Kairo und der Präsident des International Peace Institute (IPI), Terje Rod-Larsen, erwartet.

Den Abschluss der Politischen Gespräche bildet am Dienstag ein Panel über die „Zukunft der Jugend in Europa“, an dem unter anderen der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses des Europaparlaments, der deutsche CDU-Politiker Elmar Brok, teilnehmen soll. Einen UNO-Retreat, wie er in manchen vergangenen Jahren am Rande des Forums in Alpbach stattgefunden hat, gibt es in diesem Jahr nicht. (APA)


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