Erinnerung an Aston Villa soll Rapid in Saloniki stärken

Die Gruppenphase der Fußball-Europa-League ist das große Ziel von Rapid, das heute gegen PAOK Saloniki seine Außenseiterrolle pflegt.

Wien –Der SK Rapid kämpft heute (20.30 Uhr MESZ/live ORF eins) um eine gute­ Ausgangsposition­ für den Aufstieg­ in die Gruppenphase der Fußball-Europa-League. Auswärts im Play-off gegen PAOK Saloniki nicht verlieren – das ist die Zielvorgabe. Wird die erfüllt, könnte die Basis für den insgesamt dritten Einzug in die Pool-Phase des 2009 neu geschaffenen Europacup-Bewerbs gelegt werden.

Zur Erinnerung: Vor drei und vor zwei Jahren gelang dieses Kunststück mit Trainer Peter Pacult gegen den Premier-League-Club Aston Villa (2009 wurde daheim 1:0 gesiegt, es reichte auswärts ein 1:2, 2010 gab es einen sensationellen 3:2-Auswärtssieg nach einem 1:1 in Wien), diesmal hat der Gegner einen weit weniger klingenden Namen­. Dennoch wurde Trainer Peter­ Schöttel im Vorfeld nicht müde­, vor den Qualitäten der Griechen zu warnen. „PAOK ist sehr gut organisiert und zudem auch international erfahren“, betonte der Wiener mit Hinweis darauf, dass der zweifache griechische Meister in den vergangenen beiden Jahren jeweils das Sechzehntelfinale der Europa League erreicht hat.

Schöttel ließ PAOK vor einer Woche in einem Testspiel gegen Xanthi durch Chefscout Fritz Riedmüller beobachten. Außerdem analysierte der Coach die Video-Aufzeichnungen vom 2:0 (auswärts) und 4:1 (heim) über Bnei Yehuda­ Tel Aviv in der dritten Qualifikationsrunde der Europa League. „Die Griechen­ haben eine sehr routinierte Mannschaft mit vielen Legionären, die gut organisiert ist. Sie sind Favorit, aber wir sind ein Außenseiter mit Chancen­“, so die Einschätzung von Schöttel.

Während Rapid die jüngsten drei Pflichtspiele ohne Gegentor gewann (2:0 Vojvodina Novi Sad, 2:0 Salzburg, 3:0 Sturm Graz), beginnt für PAOK die Meisterschaft erst am kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen Panthrakikos­ Komotini. „Ich hoffe­ schon, dass der spätere Liga-Start ein Vorteil für uns ist“, meinte Schöttel.

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1984/85 ist Saloniki zum letzten­ Mal griechischer Meister­ geworden. Auf der Kommandobrücke stand damals mit Walter Skocik ein Ur-Rapidler, der 1992 auch in Innsbruck Trainer war. Der Tiroler Ex-Teamchef Didi Constantini war von 1987 bis 1989 Skociks Co-Trainer bei Al-Ittihad in Saudi-Arabien. Wie sieht der in Saloniki noch immer hochverehrte Skocik die Chancen seines Lieblingsklubs in der heutigen Partie? „Rapid darf in Saloniki nicht verlieren, denn die Griechen sind auswärts zu clever.“ (winkl, APA)


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