Syrische Armee soll erneut dutzende Zivilisten getötet haben

Bisher seien 42 Toten identifiziert worden. Aufständische befürchten jedoch, dass die Opferzahlen noch steigen werden.

Beirut - Die syrische Armee hat nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in einer Stadt nahe Damaskus dutzende Zivilisten getötet. In Maadamiyat al-Sham hätten Regierungssoldaten mehrere Menschen hingerichtet und eine Beerdigungsprozession beschossen, teilte die in London ansässige Beobachtungsstelle am Mittwoch mit. Bisher seien 42 Toten identifiziert worden. Die den Aufständischen nahe stehenden Aktivisten befürchteten jedoch, dass die Zahl der Toten noch deutlich steigen könnte.

In einem Keller der Stadt, die etwa sechs Kilometer westlich von Damaskus liegt, seien weitere noch nicht identifizierte Leichen entdeckt worden. Laut der Beobachtungsstelle wurden am Dienstag in Syrien mindestens 198 Menschen getötet, darunter 127 Zivilisten, 20 Rebellen und 51 Soldaten. Allein in der schwer umkämpften Handelsmetropole Aleppo im Nordwesten des Landes seien 31 Zivilisten getötet worden, darunter fünf Kinder.

Nach Angaben der islamistischen Internetseite KavkazCenter wurde der älteste Sohn des verstorbenen tschetschenischen Rebellenführers Ruslan Gelajew in Syrien getötet. Rustam Gelajew sei „mutmaßlich zwischen dem 11. und 13. August“ bei einem Gefecht mit Regierungstruppen getötet worden, berichtete die Seite. Sein Vater starb vor acht Jahren bei einem bewaffneten Überfall auf russische Grenzschützer. Derzeit wird vermehrt über ausländische Islamisten berichtet, die in Syrien auf Seiten der Aufständischen kämpfen. (APA/AFP)

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