Für Gewalt in Internat entschädigt

Insgesamt hatten sich 15 frühere Schüler gemeldet, sieben werden finanziell entschädigt.

Wien/Innsbruck - Sieben ehemalige Zöglinge von Bundeskonvikten werden nach gewalttätigen Übergriffen in den 60er Jahren finanziell entschädigt, bestätigte die Opferschutzeinrichtung „Weißer Ring“ am Mittwoch Medienberichte. Insgesamt 15 frühere Schüler hätten sich gemeldet, teilweise seien die sogenannten „Clearing-Verfahren“ noch im Laufen.

Die Entschädigung erfolge über ein Projekt des Unterrichtsministeriums, sagte „Weißer Ring“-Geschäftsführerin Marianne Gammer der APA. Fünf der Entschädigten gingen am früheren Bundeskonvikt in Lienz in die Schule, eine Person in eine Bundeseinrichtung in Wien, eine in Niederösterreich. Die damals zehn- bis 14-jährigen Schüler hätten über sadistische Erziehungsmethoden berichtet. Vorwürfe sexueller Übergriffe würden derzeit noch geprüft. Die Höhe der Entschädigung beläuft sich auf Beträge zwischen 5000 und 25000 Euro. Die Bundeseinrichtungen der vorerst 15 Betroffenen befinden sich neben Lienz in Wien, Graz, Horn und Waidhofen. (APA)

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