Ölpreise legen weiter zu

Preis für Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,02 Dollar auf 115,93 Dollar.

Singapur - Die Ölpreise legen weiter zu. Hoffnungen auf einen Konjunkturimpuls durch die US-Notenbank Fed und ein erneuter Rückgang der Ölreserven in den USA sorgten für Unterstützung. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Oktober kostete in der Früh 115,93 US-Dollar (93,1 Euro). Das waren 1,02 Dollar mehr als am Vortag. Das Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) mit Auslieferung im September verteuerte sich um 77 Cent auf 98,04 Dollar.

Am Vorabend hatte das Sitzungsprotokoll der Fed die Risikofreude an den Finanzmärkten angefacht. Den Währungshütern scheint zusehends der Geduldsfaden zu reißen: Angesichts eines aus ihrer Sicht zu schwachen Wachstums könnten zusätzliche Stützungsmaßnahmen für die US-Wirtschaft näher rücken. Damit könnte sich etwa eine Runde zusätzlicher Anleihekäufe abzeichnen, von der sich die Fed neben ihrer jahrelangen Nullzinspolitik eine Konjunkturstimulierung verspricht.

Zuvor hatte die US-Regierung für die zurückliegende Woche einen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl um 5,4 Millionen Barrel auf 360,7 Millionen Barrel gemeldet. Bereits in den Vorwochen waren die Ölreserven in den USA kräftig gesunken. Ein Abschmelzen wird gemeinhin als Hinweis für eine stärkere Nachfrage in der größten Volkswirtschaft der Welt gedeutet und hat in der Regel steigende Ölpreise zu Folge. (APA/dpa)

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